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Der Dacia Logan MCV wird jetzt in Togliatti als Lada Largus hergestellt (Foto: Dacia)
Der Dacia Logan MCV wird jetzt in Togliatti als Lada Largus hergestellt (Foto: Dacia)
Freitag, 04.05.2012

Renault übernimmt 2014 die Mehrheit bei Avtovaz

Paris. Der Autokonzern Renault-Nissan wird 2014 die Aktienmehrheit beim russischen Autohersteller Avtovaz erhalten. Dies sieht eine gestern abgeschlossene Vereinbarung mit der Staatsholding „Rostechnologii“ vor.


Bisher ist die französisch-japanische Firmenallianz mit 25 Prozent am Lada-Hersteller beteiligt. Vor kurzem begann mit dem neuen Modell Largus dort die Produktion eines ersten Lada-Modells aus dem Produkt-Portfolio von Renault (bzw. dessen Tochter Dacia). Mit der Zeit werden in Togliatti auch Fahrzeuge mir Renault- und Nissan-Emblem vom Band laufen.

Bei Russland-Aktuell
• Wiedergeburt: Datsun wird zu einer russischen Automarke (20.03.2012)
• Avtovaz beginnt Verkauf von neuem Lada-Modell Granta (22.12.2011)
• Produktionseinstellung: Der Schiguli scheidet dahin (17.04.2012)
• Renault will Aktienmehrheit bei Lada-Hersteller Avtovaz (02.11.2010)
• Lada soll mit Renault-Hilfe richtig groß werden (11.03.2010)

Investor bekommt eine Mehrheit von 50,01 Prozent


Gestern vereinbarten Renault und die Staatsholding Rostechnologii in Paris nun einen Ablaufplan, wie der ausländische Autokonzern in absehbarer Zeit zu einer Aktienmehrheit von 50,01 Prozent an Avtovaz kommen wird.

Dazu ist die Gründung eines Joint-Ventures vorgesehen, in das Renault und Rostechnologii ihre Anteile an dem Autokonzern in Togliatti einbringen werden. Renault und Nissan zahlen in mehreren Etappen an das Joint-Venture 750 Millionen Dollar, wofür die Firmenallianz letztlich im Sommer 67,13 Prozent der Aktien dieses Unternehmens erhält – was einer hauchdünnen Mehrheit an Avtovaz insgesamt entspricht.

Rostechnologii wird mit 24,5 Prozent keine Sperrminorität an Avtovaz mehr innehaben, sollte der Deal so wie geplant umgesetzt werden.

Der Deal könnte noch platzen


Die Pariser Vereinbarung ist allerdings nur in Form einer Absichtserklärung unterzeichnet worden und deshalb juristisch nicht bindend. Wie die Zeitung „Kommersant“ berichtet, bezahlt Renault mit 750 Mio. Dollar für ein Viertel an Avtovaz etwa das Doppelte des gegenwärtigen Börsenwertes des Unternehmens.



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