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| Nicht nur Russland hat eine Visa-Bürokratie, die einen zum Verzweifeln bringen kann (Foto: Mischke/.rufo) | |
Mittwoch, 13.12.2006
Französische Botschaft Moskau stoppt Visaausgabe
Moskau. Die französische Botschaft in Moskau hat ohne Vorwarnung die Ausgabe von Touristenvisa eingestellt. Die Neujahrsferien für Hunderte von Russen, die ihren Urlaub nicht mehr umbuchen können, fallen ins Wasser.
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Von dem völlig unerwarteten Visa-Stopp für die bei Russen äußerst beliebten Frankreich-Busrundreisen seien mindestens 1.000 Touristen betroffen, teilte der Reiseunternehmer-Verband RATA mit. „Das ist aber nur die Zahl der Kunden von Firmen, die unserem Verband angehören“, so RATA-Sprecherin Irina Tjurina auf Anfrage von russland-aktuell.
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Inzwischen habe die Botschaft versprochen, die Visavergabe werde “in Kürze wieder aufgenommen”. Was das konkret heiße, stehe jedoch in den Sternen, da die zuständigen Mitarbeiter den Kontakt zu den Vertretern der Reisebranche mieden.
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Geld futsch, Reise futsch
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Die französische Botschaft begründete den Skandal mit chronischer Überlastung. In der Visastelle hätten sich mehrere tausend Anträge angehäuft. Das Konsulat in St. Petersburg arbeitet dagegen planmäßig weiter.
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Für die Betroffenen dürfte der gebuchte und bereits bezahlte Weihnachts- und Neujahrsurlaub nun ins Wasser fallen. Laut der geltenden russische Gesetze haben sie wegen "Höherer Gewalt" noch nicht einmal einen Rechtsanspruch darauf, ihr bereits gezahltes Geld zurückzuerhalten. Zumindest die größeren Reiseanbieter würden allerdings aus Sorge um ihr Renommee wahrscheinlich trotzdem die Kosten übernehmen, so Tjurina.
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Die französische Botschaft hat bereits mehrfach mit abrupten Schließungen ihrer Visastelle für Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt riefen die Mitarbeiter im Frühjahr kurz vor den Maifeiertagen einen Streik aus. Im Sommer 2004 war die Ausgabe von Visa an Russen gestoppt worden, nachdem eine Mitarbeiterin Opfer eines Raubüberfalls geworden war.
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(kp/.rufo)
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