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Die Inspektion der ukrainischen EM-Stadien konnte Michel Platini wegen Schlechtwetters nicht durchführen (Foto; UNIAN)
Die Inspektion der ukrainischen EM-Stadien konnte Michel Platini wegen Schlechtwetters nicht durchführen (Foto; UNIAN)
Freitag, 05.02.2010

Fußball-EM 2012: Gastgeber Ukraine in Geld- und Zeitnot

Kiew. 2012 sollen Ukrainer und Polen die Fußball-EM austragen. Doch die Gastgeber hinken dem Zeitplan hinterher. Vor allem Kiew drücken massive Geldsorgen. Die UEFA hat einigen Städten schon dem Entzug der EM gedroht.

Ist das nun Glück oder Pech für die Ukraine als Fußballnation? Eigentlich wollte UEFA-Präsident Michel Platini vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen am Sonntag in Warschau noch die ukrainischen Austragungsorte der EM-2012 inspizieren.

Doch der Revisor kam nicht: Wegen des zu erwartenden miserablen Wetters wurde der Besuch abgesagt. Nun hat die Ukraine noch einige Wochen mehr Zeit, Stadien und Infrastruktur in den vier Städten voran zu bringen.

Wirtschaftskrise sorgt für Probleme bei den EM-Vorbereitungen


Polen und die Ukraine haben 2007 von der UEFA den Zuschlag bekommen, die Europameisterschaft gemeinsam auszutragen. Aber anders als bei den früheren Co-Veranstaltern Österreich und Schweiz sowie Niederlande und Belgien machte dieser Entschluss alsbald einige Bauchschmerzen– erst recht, seitdem die Wirtschaftskrise gerade im armen Osten Europas wie der Sensenmann die Budgets zusammenstreicht: Wird das Tandem aus einem EU- und einem GUS-Staat in der Lage sein, die EM standesgemäß auszurichten?

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Politischer Dauer-Zoff auf höchster Ebene und eine völlig ausgebrannte Staatskasse lassen vor allem die Ukraine als poröses Fundament für eine solche Großveranstaltung erscheinen. Doch die UEFA hat ihren scharfen Kritikerton in letzter Zeit gemildert: Platini lobte bei der Festlegung der Austragungsorte Kiew, Lemberg, Charkow und Donezk sogar die Anstrengungen der Regierung, ihr Land EM-fit zu machen. Apropos: Nach einer UEFA-Sprachregelung müssen die ukrainischen Städtenamen auf Deutsch als Kijw, Lwiw, Charkiw und Donezk wiedergegeben werden.

Weit hinter dem Zeitplan zurück


In Kiew wird mittlerweile eifrig an der Modernisierung des Olympiiski-Stadions gearbeitet, indem am 1. Juli 2012 das Finale der Meisterschaft angepfiffen werden soll. Die Arbeiten hängen aber dennoch in manchen Bereichen einige Wochen hinter dem Zeitplan zurück, gestand Markijan Lubkiwski, der ukrainische Turnierdirektor.

Wichtig sei, dass in Zukunft die Finanzierung systematisch und ohne Unterbrechungen erfolge. Ansonsten könnten die Arena in Kiew wie auch jene in Lemberg wieder in die „Hochrisikozone“ rutschen. In Charkow und Donezk wurden hingegen schon 2009 erneuerte Stadien eingeweiht.

UEFA droht mit EM-Entzug


Im Extremfall behält sich die UEFA das Recht vor, einzelnen Städten wegen mangelhafter Turnier-Vorbereitungen die Austragung wieder zu entziehen, teilte Platini unlängst dem ukrainischen Vizepremier Iwan Basjunyk mit. Dessen Angaben zufolge sind bislang erst 40 Prozent der geplanten EM-Maßnahmen finanziert – wobei die vorhandenen Mittel vorerst auf jene Projekte konzentriert werden, die in jedem Fall längere Anlaufzeiten brauchen.

Das Augenmerk der UEFA-Experten gilt dabei nicht nur den Fußballstadien, sondern auch der Verkehrs- und Tourismusinfrastruktur: Im November sahen Prüfer des Fußballverbands noch große Probleme wegen mangelnder Hotelkapazitäten in Charkow, Kiew und Donezk, wegen des Ausbaugrades der Flughäfen von Lemberg und Donezk sowie des Straßennetzes von Kiew.

Ein Trost für die Ukrainer ist, dass die europäischen Fußball-Vorsteher den Stand der Vorbereitungen in Polen nicht unbedingt besser einstufen.

Ukraine will 2012 Europameister werden


In der Ukraine sorgt man sich aber nicht nur um die Rolle als Co-Ausrichter der EM. Auch die fußballerischen Bemühungen haben begonnen: Anfang Februar wurde Miron Markewitsch, der Trainer von Metallist Charkow, zum neuen Nationaltrainer bestimmt – Vertragsende 2012.

Der nationale Fußballverband stellte ihm kein geringeres Ziel, als die Europa-Meisterschaft im eigenen Lande zu gewinnen. Das dürfte ähnlich schwierig werden wie die fristgerechte Vollendung aller EM-Bauwerke.



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