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| Der Miliz-Major Dymowski hat dank Internet einen Skandal in der russischen Polizei ausgelöst. (Foto: www.dymovski.ru) | |
Donnerstag, 12.11.2009
Ist YouTube der Besen zum Ausmisten im Innenministerium
Moskau/Krasnodar. Ein Skandal erschüttert das russische Innenministerium. Miliz-Major Dymowski wirft in einem YouTube-Video der Miliz alle Todsünden vor und bitte um Audienz bei Putin. Die Behörde schiesst zurück, die Ex-Ehefrau des Majors auch.
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Verleumdung seien die Behauptungen des Majors, erzürnt sich Innenminister Raschid Nurgalijew. Dennoch werde man sie überprüfen. Zuvor hatte bereits ein Sprecher des Innenministeriums ganz schweres Geschütz gegen den Major aufgefahren.
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Der Major agiere nämlich nicht aus eigenen Stücken, sondern mit einer "Dritten Kraft" im Rücken, genau genommen unterstützt vom "Komitee für Menschenrechte" in der Hafenstadt Noworossiisk. Und dieses wiederum werde von der us-amerikanischen Agentur USAID finanziert.
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Hinter Zäunen, hinter Hecken, allerorten Agenturen sich verstecken Das Noworossiisker Menschenrechtskomitee allerdings dementiert die Unterstellung. Man habe sich erst kennengelernt, nachdem Dymowski schon mit seinem YouTube-Video für Aufsehen gesorgt hatte, erklärte ein Vertreter der NGO auf einer Pressekonferenz in Krasnodar.
Major Dymowski hatte einige Miliz-Offiziere im südrussischen Gebiet Krasnodar / Kuban (das auch Teile des Kaukasus bis nach Sotschi umfasst) in einem YouTube-Video öffentlich der Korruption, des Drogenhandels, der Verfilzung mit der Unterwelt und Fälschung von Strafverfahren beschuldigt.
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Man habe Unschuldigen Drogen unterschoben und manche Strafverfahren nur eröffnet, um sie schnell abzuschliessen und die eigene Erfolgsstatistik anzuheben.
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Das Ergebnis der jetzt vom Ministerium angestrengten Überprüfungen ist also ziemlich abschaubar: Die von Dymowski schwer beschuldigten Polizei- und Miliz-Mitarbeiter erstatten jedenfalls schon einmal Verleumdungs-Anzeige gegen den Ex-Kollegen.
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"Ein fürchterlicher Mensch" Und die geschiedene Ehefrau des Miliz-Majors Alexej Dymowski legte noch nach. Ihr Ex gehöre selbst zu denen, von denen er mit Hilfe Putins das Innenministerium säubern wolle. Er habe selbst aktiv Bestechungsgelder gefordert und erpresst - und habe sie dann anschliessend im Kasino verzockt. "Ein fürchterlicher Mensch".
Dennoch dürfte sich die Wellen der Erregung, die Dymowski ausgelöst hat, nicht so schnell legen. Er hatte in YouTube und später auf einer Pressekonferenz in Moskau Milizpraktiken beschrieben, von denen man in Russland gemeinhin annimmt, dass sie "natürlich" zur Tagesordnung der "Ordnungshüter" gehören.
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YouTube-Enthüllungen kommen in Mode bei der Miliz Und kaum hatte Dymowski geplaudert, meldeten sich über YouTube weitere zwei Milizionäre mit ähnlichen Vorwürfen.
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Korruption auch im Innenministerium selbst ist ein Dauerthema in allen russischen Medien, es häufen sich haarsträubende Berichte. Auch das Innenministerium und die Miliz auszumisten, ist von Medwedew und Putin zu einer der politischen Hauptaufgaben erhoben worden.
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Gerade das Internet könne dabei helfen, erklärte heute in seiner Jahresbotschaft Medwedew im Prachtsaal des Kremls. Wahrscheinlich hatte der russische Präsident dabei aber nicht Dymowski im Auge.
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