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| Jennifer Lopez verzichtet auf das Angebot von Saakaschwili (Foto: jlozone) | |
Donnerstag, 04.05.2006
Jennifer Lopez verzichtet auf georgischen Wein
Moskau. Jennifer Lopez (J.Lo) will keine Reklame für georgischen Wein machen. Ein Angebot über eine halbe Million USD lehnte der Popstar als zu niedrig ab. Die Georgier sind empört...über J.Lo und Präsident Saakaschwili.
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Georgiens Präsident Michail Saakaschwili hatte hochfliegende Pläne. Am 26. Mai, dem Unabhängigkeitstag Georgiens, sollte Jennyfer Lopez ein Konzert in Tiflis geben und dabei gleichzeitig öffentlich georgischen Wein verkosten. Eine halbe Million Dollar wollte sich der Kaukasusstaat die Reklameaktion nach dem Weinkrieg mit Russland kosten lassen.
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Halbe Million reizt Lopez nicht
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Zeitlich und räumlich wäre der Auftritt des Hollywoodstars kein Problem. Die US-Diva ist im Rahmen einer Tournee Ende Mai sowieso „ganz in der Nähe“. Am 23. gibt sie ein Konzert in Sofia.
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Doch die US-Popsängerin lehnte das „unmoralische Angebot“ ab. Das Honorar ist zwar für georgische Verhältnisse astronomisch, doch für J.Lo war die Offerte nicht lukrativ genug. Neben dem Streit ums liebe Geld konnten sich Lopez und die Organisatoren der Werbeaktion auch nicht über die zahlreichen Sonderwünsche der Diva einigen.
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Sie forderte z.B., ein Fünf-Sterne-Hotel für sich und ihre 40köpfige Crew frei zu räumen, oder wollte ein Luxus-Badezimmer direkt hinter der Bühne aufgebaut haben. Am Ende wurden die Verhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen.
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Hitzige Debatte statt kühlen Weins
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So fällt die Weinverkostung von Lopez ins Wasser. In Georgien wird allerdings nun heftig diskutiert. Zum einen über die Unersättlichkeit der US-Sängerin, zum anderen über die Verschwendung von Haushaltsgeldern durch Präsident Saakaschwili.
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Die Opposition rechnete schon einmal vor, wie viele Rentner man mit der veranschlagten Summe hätte ernähren und kleiden können. Für den Auftritt von Lopez wären keine Budgetgelder verwendet worden, rechtfertigte sich Saakaschwili. Die georgischen Winzer, denen die Reklameaktion zugute kommen sollte, hätten dafür zahlen sollen. Die freilich wussten von einer solchen Vereinbarung nichts.
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So bleibt der Präsident in Erklärungsnot. Einziger Trost: Statt der US-Popsängerin könnte ein US-Senator als Werbeträger auftreten. John McCain soll bei einem Treffen mit Saakaschwili in Brüssel versprochen haben, bei der Vermarktung georgischen Weins in Amerika zu helfen. Freilich wäre ein Auftritt von Lopez deutlich publikumswirksamer gewesen.
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(ab/.rufo)
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