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Genau der richtige Ort für eine innovative Konferenz von Internetspezialisten: Ethnomir-Jurten bei Kaluga (Foto: Kuhlmann/.rufo)
Genau der richtige Ort für eine innovative Konferenz von Internetspezialisten: Ethnomir-Jurten bei Kaluga (Foto: Kuhlmann/.rufo)
Dienstag, 28.07.2009

Konferenz junger Internetfachleute - Innovation im Wald

Kaluga, Stephanie Kuhlmann. Mitten in der Natur trafen sich am Wochenende junge Internetspezialisten zu einer ungewöhnlichen Konferenz. Im Feriendorf „Ethnomir“ dienten Jurten als Seminarräume für innovative Gründungsideen.

Der Bus, der am frühen Morgen von der Moskauer Metrostation Jugo Sapadnaja startet, ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Sie alle wollen ins knapp hundert Kilometer entfernte Feriendorf „Ethnomir“ im Gebiet Kaluga (Zwei Kilometer von Barowsk).

Auf der dort stattfindenden Konferenz „iCamp“ sollen Internetfirmengründer zusammengebracht werden. "i" wie "innovativ" oder "intelligent" - vielleicht ein wenig angelehnt an das Innovations-Programm der "Vier i" des Präsidenten Medwedew. "Innovation" ist jedenfalls modern heuer in Russland.

Neue Kontakte wollen die jungen Leute im "iCamp" zu Netzwerken aufbauen, voneinander und von den Erfahrungen der Dozenten lernen.

Bei Russland-Aktuell
• Medwedew präsentiert politisches Programm der vier „I“ (15.02.2008)
• Medwedew Rede: „Jeder muss bei sich anfangen“ (15.02.2008)
• Steinmeier-Rede: Modernisierungs- partnerschaft (1) (20.05.2008)
Noch während der stundenlangen Busfahrt korrigieren einige ihre Präsentationen ein letztes Mal, andere diskutieren über ihre visionären Projekte. Vor allem interessieren sie sich für das Thema Finanzierung.

Visionäre Ideen für Russlands Zukunft


Einer der Teilnehmer ist Pawel Jakowljew (26) aus Moskau. Er möchte sein Konzept „grünes Russland“ für ein neues Internetportal vorstellen. Umweltbewusstein müsse in allen Bereichen geschärft werden, nicht nur im Energiesektor, sondern bereits in den Familien, lautet sein Plädoyer.

Inmitten russischer Wälder hält der Bus auf dem großen Parkplatz von „Ethnomir“. Das künstliche Dorf ist auf einer Fläche von 83 Hektar geplant. Viele Gebäude sind noch nicht fertig gestellt wie etwa ein Hotel im altrussischen Holzhausstil. Aber einige Jurten stehen schon, als hätte ein Voraustrupp der Goldenen Horde hier Rast gemacht.

Pawel Jakowljew präsentierte sein Internetportal mit dem Namen „Grünes Russland“ und diskutierte darüber mit anderen Konferenzteilnehmern. (Foto: Kuhlmann/.rufo)
Pawel Jakowljew präsentierte sein Internetportal mit dem Namen „Grünes Russland“ und diskutierte darüber mit anderen Konferenzteilnehmern. (Foto: Kuhlmann/.rufo)

"Ethnomir" -Die ganze Welt in einem Dorf


Die Idee von „Ethnomir“ besteht darin, an einem Ort die Vielfalt der Weltkulturen zusammenzubringen. „Wir wollen aber auch die Gemeinsamkeiten der Völker zeigen und dass alle Menschen zu einer Familie gehören“, betont Ruslan Bairamow, der Geschäftsführer von Ethnomir.

Er hat noch viele Pläne für die Zukunft. Eines seiner nächsten Projekte wird eine sogenannte „Weltstraße“ sein – eine Ansammlung von Häusern aus aller Welt, die jeweils ihre einzigartige Kultur und Geschichte repräsentieren.

Vorträge im Rahmen der Konferenz „iCamp“ fanden in Jurten statt, Dozenten verrieten ihre Tipps zu Finanzierungsmöglichkeiten neuer Internetportale und sozialen Netzwerken. (Foto: Kuhlmann/.rufo)
Vorträge im Rahmen der Konferenz „iCamp“ fanden in Jurten statt, Dozenten verrieten ihre Tipps zu Finanzierungsmöglichkeiten neuer Internetportale und sozialen Netzwerken. (Foto: Kuhlmann/.rufo)
In seinem Dorf im Gebiet Kaluga will er große interkulturelle Festivals feiern, außerdem Ausstellungen zeigen, Konferenzen und Konzerte veranstalten.

Teile von „Ethnomir“ sind bereits realisiert wie zum Beispiel indianische Tipis, ein Restaurant mit Pool, ein Wolfsgehege und das Hotel „Sibirien“.

Vorträge über neue Internetportale in alten Jurten


Die meisten der Konferenzteilnehmer bleiben an allen vier Tagen im Gebiet Kaluga und übernachten in nachgebauten Jurten, die ebensogut in der Mongolei stehen könnten. Auch die Vorträge der Dozenten finden in geräumigen Jurten statt.

So wie sich „Ethnomir“ noch im Aufbau befindet, stehen auch die Projekte der Teilnehmer von „iCamp“ noch am Anfang.



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