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| Singschwäne im Wolgadelta und auch auf der Krim scheinen der Vogelgrippe zum Opfer zu Fallen (Foto: www.schulz-wildlife.de) | |
Donnerstag, 15.12.2005
Massensterben von Schwänen – Pandemie in 2 Jahren
Moskau. Schon 548 Singschwäne sind in den letzten Tagen im Wolgadelta tot aufgefunden worden. Die Todesursache ist unklar. Eine Pandemie ist in 2 Jahren zu erwarten, sagen russische Wissenschaftler auf einer Fachkonferenz.
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Das besorgniserregende Singschwansterben hatte im Gebiet Astrachan am Wolgadelta vor etwa einer Woche begonnen. Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums wurden 548 tote Tiere gefunden. Täglich kommt etwa ein Dutzend neuer Funde dazu.
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Auf der Krim wg. Vogelgrippe 56.322 Stück Federvieh notgeschlachtet
Kurz davor waren auch von der Krim, etwa tausend Kilometer weiter im Westen, zahlreiche Todesfälle von Singschwänen gemeldet worden, die im Flachwassergebiet des Siwasch-Sees im Osten der Krim Winterquartier bezogen hatten. Bis zum 14.Dezember waren auf der Krim schon 56.322 Stück Federvieh notgeschlachtet worden, um weitere Verbreitung zu verhindern.
Auf der Krim wurde der Vogelgrippeverdacht bestätigt, an der Wolga bisher noch nicht.
Das überregionale tierärztliche Laboratorium in Saratow fand Vogelgrippeerreger im Blut von immerhin zwei toten Tieren. Insgesamt waren fünf Kadaver aus Astrachan nach Saratow zur Untersuchung gebracht worden.
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Untersuchungen laufen - H5N1 bisher nicht endgültig bestätigt
Untersuchungen laufen aber auch gleichzeitig im Moskauer Veterinär-Laboratorium und im Tierschutz Institut in Wladimir. Weder aus Moskau noch aus Wladimir kam bisher eine endgültige Bestätigung für den Vogelgrippeverdacht.
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Quarantäne am Wolgadelta
Tierärzte im Gebiet Astrachan gehen derweil aber auch anderen möglichen Todesursachen nach, berichtet Ria-Nowosti. Für das Gebiet Astrachan ordneten die Behörden Quarantäne-Maßnahmen an.
Der Vogelgrippevirus H5N1, der bisher in Russland gefunden wurde, sei für Menschen ungefährlich, wenn sie nicht direkt in der Geflügelzucht und –Mast beschäftigt seien, betont Oleg Kisseljow, Direktor des Grippe-Institutes in St.Petersburg.
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Pandemie in zwei Jahren, meint Fachkonferenz
Eine weltweite Pandemie der Vogelgrippe sei in zwei Jahren zu erwarten, erklärte Kisseljow auf einer Fachkonferenz in St.Petersburg.
An der Entwicklung von Impfstoffen wird in russischen Mikrobilogie-Instituten unter Hochdruck gearbeitet. Obwohl es an staatlicher Finanzierung in Russland völlig fehlt, seien westliche Wissenschaftler bei der Impfstoffentwicklung bisher auch nicht weiter gekommen, hiess es auf der Konferenz. Mikrobilogie und Epidemiologie waren in der Sowjetunion sowohl in ihrer zivilen als auch in ihrer militärischen Anwendung wesentlich weiter entwickelt, als im Westen.
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Federvieh kann bald geimpft werden, Menschen nicht
Im Frühjahr 2006 sollen voraussichtlich im Allrussischen Tierärztlichen Forschungsinstitut für Geflügelwirtschaft drei Impfstoffe für Federvieh einsatzbereit sein, sagt Institutsdirektor Eduard Dschawadow. Bei Impfstoffen für Menschen gehe es bis jetzt noch lange nicht um Masseneinsatz, sondern um die Entwicklung eines „Prototyps“.
(gim/.rufo)
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