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US-Soldaten auf dem Stützpunkt Ramstein (Foto: ramstein.af.mil)
US-Soldaten auf dem Stützpunkt Ramstein (Foto: ramstein.af.mil)
Montag, 13.08.2012

Moskau hinter deutschem Spionageskandal vermutet

Ramstein/Moskau. Steckt Russland hinter dem Spionageskandal auf dem deutschen NATO-Stützpunkt Ramstein. Medienberichten nach hat der in der vergangenen Woche festgenommene Deutsche für den FSB spioniert.

Der Skandal wurde in der vergangenen Woche publik: Beamte des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz hatten am 6. August den 60-jährigen Manfred K., einen zivilen Angestellten auf der NATO-Basis Ramstein, festgenommen.

Staatsgeheimnisse im Visier


„Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, Staatsgeheimnisse ausgekundschaftet zu haben (§ 96 Abs. 2 StGB). Er soll sich als Zivilangestellter der NATO auf dem Luftwaffenstützpunkt der US-Streitkräfte in Ramstein illegal geheimhaltungsbedürftige Daten seines Arbeitgebers beschafft und auf seinen privaten Computer überspielt haben. Es besteht der Verdacht, dass dies in der Absicht geschah, die so erlangten Daten an unbefugte Dritte weiterzugeben“, teilte die Bundesanwaltschaft auf ihrer Webseite mit.

Bei Russland-Aktuell
• Deutschland erhebt Anklage gegen russischen Spion (02.09.2010)
• Prozess: Deutscher Spion für Russlands Geheimdienst (10.06.2008)
• Österreich lässt Russen trotz Spionageverdachts frei (21.06.2007)
• Zwei russische Spione in Österreich verhaftet (14.06.2007)
Nun will die britische Times erfahren haben, dass der Deutsche für Moskau spioniert hat. Dem Bericht der Zeitung nach habe der FSB dem Verdächtigen sieben Millionen Pfund (knapp neun Millionen Euro) angeboten, um an heikle Informationen zu kommen. Warum ausgerechnet der FSB, der in Russland eigentlich der Inlandsgeheimdienst ist, mit der Affäre zu tun haben soll, bleibt bei dem Bericht unklar.

Strategische Pläne und Militärprogramme


Dafür gibt es andere Details: Angeblich hat Manfred K. seit Jahren geheime Files zu strategischen Plänen der USA und Passwörter zu Programmen, an die sonst nur hohe Militärs kommen, heruntergeladen. Die Daten habe er verkaufen wollen, um sich einen angenehmen Lebensabend zu machen.

Ob tatsächlich schon Informationen weitergegeben wurden, wird derzeit geprüft. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst erklärt, dass keine Übergabe stattgefunden habe. Ein Mittelsmann wird wohl aber noch gesucht.

Es wäre nicht die erste Spionageaffäre in Deutschland, in die der russische Geheimdienst verwickelt ist: 2007 wurden in Österreich zwei russische Spione verhaftet. Während der Russe aufgrund seines diplomatischen Status schnell wieder freigelassen wurde, verurteilte ein Münchner Gericht seinen Counterpart, einen Ingenieur von Eurocopter, wegen Industriespionage für den russischen Auslandsgeheimdienst SWR zu einer Bewährungsstrafe.



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Cello 13.08.2012 - 14:46

Fehlender Euro Betrag

Werte Redaktion, in dem Beitrag fehlt der umgerechnete Betrag in Euro:

\"Dem Bericht der Zeitung nach habe der FSB dem Verdächtigen sieben Millionen Pfund (knapp Millionen Euro) angeboten, um an heikle Informationen zu kommen.\"

Es sind also knapp 8,9 Millionen Euro.


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