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Exterritorial: Der Bahnhof des Dorfes Sorinowka an der wichtigen Bahnstrecke zwischen Woronesch und Rostow-am-Don liegt auf ukrainischem Gebiet (Foto: poezd-photo.ru)
Exterritorial: Der Bahnhof des Dorfes Sorinowka an der wichtigen Bahnstrecke zwischen Woronesch und Rostow-am-Don liegt auf ukrainischem Gebiet (Foto: poezd-photo.ru)
Freitag, 28.03.2014

Russische Bahn sucht Geld für Ukraine-Umgehung

Der Krim-Konflikt kommt Russlands Bahn teuer: Die RZD will die Verbindungen in Richtung Südrussland und Krim beschleunigen – und vor allem von der Ukraine unabhängig machen. Das kostet 4,5 Mrd. Euro.

Wie RZD-Vizechef Wadim Morosow erklärte, wäre es wünschenswert, innerhalb von zwei Jahren für die Verbindungen nach Südrussland eine neue Strecke zwischen den Bahnstationen Schurawka und Tschortowo zu bauen, „um eine verlässliche, sichere und von niemand abhängige Verbindung nach Süden zu haben“. Die Kosten dafür gab er mit 45 bis 60 Mrd. Rubel (0,92 bis 1,22 Mrd. Euro) an.

Ukraine kann Russlands Nord-Süd-Verkehr blockieren


Das Problem mit diesem Streckenabschnitt ist weniger technisch als politisch: Er führt auf etwa 30 Kilometern durch den östlichsten Zipfel der Ukraine. Gegenwärtig läuft der meiste Bahnverkehr von Moskau in Richtung Rostow-am-Don und weiter zur Schwarzmeerküste über diese von der RZD betreute exterritoriale Strecke, deren Besitzverhältnisse bis heute unklar sind.

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• Eisenbahn stellt Kartenverkauf in die Ukraine ein (14.02.2013)
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Laut Morosow sollten für das Projekt staatliche Mittel für die Jahre 2015 bis 2017 beantragt werden, doch hoffe er, dass dies nun schneller geschehen könne.

Die Umgehungsstrecke ist ein Teilabschnitt eines seit Jahren erwogenen Neu- und Ausbau-Projektes von 750 Kilometern Länge, mit der die Bahnverbindungen nach Südrussland insgesamt beschleunigt werden sollen. Fernzüge von Moskau zum Olympia-Bahnhof Adler wären dann nur noch 15 Stunden statt jetzt bestenfalls 24 Stunden unterwegs.

Neubaustrecke in Richtung Krim gewünscht


Aufgrund des Anschlusses der Krim an Russland möchte die RZD auch ein weiteres Großprojekt vorziehen: eine Umgehung des Bahnknotenpunktes Krasnodar, über die Züge dann schneller in Richtung des Krim-Fährhafens Kawkas fahren könnten.

Dieses Vorhaben wird mit 174 Mrd. Rubel (3,5 Mrd. Euro) kalkuliert. Bislang sollte die Finanzierung dafür erst 2017 beginnen, doch möchte die RZD nun das Projekt bereits 2018 abschließen.

Laut Morosow soll zudem nun schnell die Möglichkeit geschaffen werden, auch Passagierwaggons mit der Eisenbahnfähre zwischen Kawkas und Kertsch auf der Krim zu befördern, so dass Reisende auf dieser Route nicht mehr die Züge wechseln müssen.

Mittelfristig soll die Krim und ihr 700 Kilometer langes Bahnnetz nach Moskauer Plänen durch eine Brücke über die fünf Kilometer Breite Meerenge an das russische Verkehrsnetz angeschlossen werden.



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Stoll 07.04.2014 - 05:18

Teuer, sehr teuer.

Die Annexion der Krim wird Russland hunderte Milliarden Dollar kosten. Die Kapitalflucht ist durch diesen Krieg nochmal drastisch angestiegen. Renten, Löhne, Infrastruktur werden zu einer riesengroßen Belastung für die Steuerzahler in Russland. Ein Präsident läuft Amok. Eigentlich tun das nur Verzweifelte.


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