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| Der Trubel im Ring ist für Walujew bald vorbei, jetzt will er in die Gastronomie wecheln. (Foto: Barth/.rufo) | |
Freitag, 13.11.2009
Schnitzel statt Bliny: Walujew eröffnet Restaurant
Nürnberg: Erst am Samstag hat Nikolai Walujew seinen Titel als Schwergewichtsweltmeister im Boxen in der Nürnberger Arena abgegeben. Aber er blieb noch ein paar Tage am Ort seiner Niederlage, um seine deutsche Zukunft zu planen.
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Der 36-jährige Hüne aus St. Petersburg will sich nach Beendigung seiner Karriere als Profiboxer mit seiner Familie in Nürnberg niederlassen. Die fränkische Metropole soll der neue Mittelpunkt seines Lebens werden. Er fühlt sich hier „wie zu Hause“, sagt er.
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Der Bayreuther Boxmediziner Professor Walter Wagner ist eh der Meinung, die Ring-Karriere Valuevs würde nicht mehr lange dauern. Der Verschleiß sei einfach zu hoch.
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Walujew und seine Frau Galina fühlen sich wohl in Nürnberg; er hat hier viele Freunde und möchte, dass seine Kinder Grischa (sieben Jahre) und Irina (zweieinhalb) in diesem, wie er sagt, „schönen Umfeld“ groß werden.
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Vom Ring in die Küche Nun will Nikolai Walujew Wirt in seiner Wahlheimat werden und ein Restaurant in Nürnberg betreiben. Der Vertrag mit einer Franchise-Firma ist bereits seit Juli dieses Jahres unterschrieben.
Schon Anfang des Jahres stand eine Kooperation mit der russischen Bliny-Kette „Teremok“ im Raum, aber daraus wurde nichts. Nun wird die Restaurantgruppe „Schnitzelhuber“ das zweite Standbein werden. Das Firmenkonzept ist schlicht aber eindeutig: Bodenständige Schnitzelgerichte zu günstigen Preisen für ein Zielpublikum ab 30 Jahren.
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Schnitzel so groß wie Walujews Hände Und dazu das „größte Serienschnitzel der Welt“, so die Eigenwerbung: 55 cm im Durchmesser, also noch größer als Walujews gigantischer Handteller. Zudem ernährungsbewusst zubereitet, was der Philosophie eines Hochleistungssportlers sicherlich entpricht.
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Für das Riesenschnitzel bietet sich eine Werbekampagne mit dem 2,13 Meter großen russischen Box-Riesen Walujew geradezu an. Auch dieser 5-Jahresvertrag wurde schon unterzeichnet.
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Am Mittwoch flog Walujew wieder in seine Heimatstadt St. Petersburg. Wohl nicht ohne einen Hintergedanken: Russland wäre durchaus ein interessanter Zielmarkt für die „Schnitzelhuber“-Kette.
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Als Prophet im eigenen Land will Walujew den deutschen Business-Partnern helfen, dort Fuß zu fassen. „Dieses Schnitzelkonzept funktioniert garantiert auch in Russland“, so der Boxer. „Fleischgerichte sind bei uns sehr beliebt.“
(Barth/sb/.rufo)
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