Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Syrien-Einigung: Das dicke Ende kommt noch
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Sergej Magnitski wurde Opfer der russischen Haftbedingungen - aber auch von Beamtenwillkür  (Foto: euronews.net)
Sergej Magnitski wurde Opfer der russischen Haftbedingungen - aber auch von Beamtenwillkür (Foto: euronews.net)
Mittwoch, 16.11.2011

Todesfall Magnitski: Zwei Jahre ohne Konsequenzen

Moskau. Zwei Jahre nach dem qualvollen Tod des russischen Anwalts Sergej Magnitski in Untersuchungshaft haben Menschenrechtler in Moskau erneut scharfe Vorwürfe gegen die Justiz erhoben.


„Sowohl Präsident Dmitri Medwedew als auch die russische Öffentlichkeit warten auf eine Erklärung, aber die Machtstrukturen verschleppen den Fall stets aufs Neue“, kritisierte Kyrill Kabanow vom Nationalen Antikorruptionskomitee am heutigen zweiten Todestag.

Menschenrechtler bestehen auf Aufklärung


Ljudmila Alexejewa von der Helsinki-Gruppe betonte, dass die Menschenrechtler nicht lockerlassen würden. «Wir wollen endlich die Namen der Schuldigen wissen», sagte sie.

Bei Russland-Aktuell
• Jurist Magnitski vor Tod in Moskauer Haft geprügelt (06.07.2011)
• Duma will antirussischen US-Beamten Einreise verweigern (29.06.2011)
• Statt Ermittlungen gegen Investor - gegen Staatsanwalt (27.06.2011)
• Tod im Gefängnis auf einer Moskauer Bühne (23.06.2010)
• Russische Opposition fordert US-Sanktionen gegen Kreml (19.09.2011)
Die Mutter des namhaften Wirtschaftsanwalts zeigte sich tief enttäuscht von den russischen Behörden. «Ich möchte endlich die Wahrheit über den Tod meines Sohnes erfahren», sagte Natalia Magnitskaja. «Vom Präsidenten bis hin zum Justizminister wurde Aufklärung zugesichert, aber niemand wurde bisher bestraft», kommentierte das kremlkritische Magazin «The New Times».

In Berlin nannte die Bundestagsabgeordnete und Osteuropa-Expertin Marieluise Beck (Grüne) den Fall Magnitski «exemplarisch für die russische Willkürjustiz». Moskau müsse die verantwortlichen Justizmitarbeiter zur Rechenschaft ziehen, forderte sie in einer Mitteilung.

USA ächten in den Fall verstrickte russische Beamte


Der schwer kranke Jurist starb im November 2009 in der Zelle, ohne dass Ärzte dem 37-Jährigen halfen. Der Fall sorgte international für Empörung. Mehrere Staaten, darunter die USA, setzten Tatbeteiligte auf eine «schwarze Liste». Medwedew hatte kurz nach Magnitskis Tod mehrere Strafvollzugsbeamte entlassen. Verurteilt wurde aber niemand.

Menschenrechtler kritisieren den Zustand in russischen Gefängnissen seit Jahren als «Hölle auf Erden». Magnitski war 2008 wegen angeblichen Steuerbetrugs festgenommen worden.

Seine Firma Hermitage Capital wirft den Behörden vor, mit Magnitskis Tod kriminelle Machenschaften des Innenministeriums verdecken zu wollen.

(dpa)


Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Beachten Sie unbedingt die >>> Regeln für Leserkommentare. Sie können hier oder auch im Forum ( www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

jich 16.11.2011 - 17:14

Selbstverständlich sind das 2 Jahre Konsequenzen. Wie soll man von Russland aus so hohe Investment-Betrüger wie https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/Bill_Browder verfolgen, wenn man es gerade noch geschafft hat Chodorkowsi hinter Gitter zu bringen? Der Tod von Magnitski ist mit höchster Wahrscheinlichkeit auf seine Verbindungen zu diesem Dieb und Betrüger, der Russland in den 90ern beraubt hat, zurückzuführen. Magnitski hätte ein unbequemer Zeuge gegen Browder werden können und sein Tod diente der Verwischung von Spuren des Milliardenraubs, an dem Browder beteiligt war!


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Mittwoch, 16.11.2011
Zurück zur Hauptseite







(Topfoto: Archiv/.rufo)


Mail an die Redaktion schreiben >>>



Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>


Schnell gefunden
Neues aus dem Kreml

Die Top-Themen
Kommentar
Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Moskau
Parken: Moskaus Lizenz zum Gelddrucken
Kopf der Woche
Moskauer Polizei jagt Baulöwen nach vier Morden
Kaliningrad
Pech für Kaliningrader Glücksspielbetreiber
Thema der Woche
Russland in Syrien: Imagekorrektur per Krieg gegen IS
St.Petersburg
Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.sotschi.ru
www.wladiwostok.ru, www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.zeit.ru






Warning: file_get_contents() [function.file-get-contents]: php_network_getaddresses: getaddrinfo failed: Name or service not known in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177

Warning: file_get_contents(http://nadoelo.cn/text.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: Success in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177