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| Juri Gagarin auf einem Sowjet-Poster zum „Tag des Kosmonauten“ (Foto: Plakaty.ru) | |
Donnerstag, 15.07.2010
TV-Tipp: Gagarin – die letzten Tage einer Legende
Bonn. Ein Held, der erste Mensch im Weltall und ein mysteriöser Tod. Eine Dokumentation auf Phoenix wird am 16. Juli um 22.15 Uhr einen Blick auf Juri Gagarin werfen. Der Mann, der den Amerikanern die Schau stahl.
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Bei der kosmischen Reise des Lügenbarons Münchhausen neigt man doch eher zum Schmunzeln. Jules Verne ging seine Abenteuer im All schon mit ballistischer Gründlichkeit an. Doch 1961 sollte es wahr werden: Der Mensch erreichte bislang Unmögliches - Science-Fiction wurde Wirklichkeit.
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Phoenix portraitiert das Wirken eines Weltraumfahrers. Allerdings nicht irgendeines, sondern des ersten Menschen, dem es gelang, die Erde zu umkreisen. Und dadurch der Sowjetunion einen vorläufigen Vorsprung im Wettlauf mit den USA zu verschaffen.
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Pole-Position im „Kalten Krieg“ Es war sein erster und auch einziger Raumflug. Der jedoch hatte es in sich. Juri Gagarin stahl zu Hochzeiten des „Kalten Krieges“ in seiner Wostok-Kapsel den USA schlichtweg die Schau. Überhaupt war Russland in den Anfängen der bemannten Raumfahrt eine ganze Nasenlänge voraus. Wobei „bemannt“ etwas unzutreffend ist. Zuerst waren es Hunde, die den Orbit eroberten.
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Hunde im Weltall Mit der Hündin Laika, dem ersten Lebewesen im All, meinte es das Schicksal 1957 noch nicht so gut. Sie starb bereits wenige Stunden nach dem Start an Überhitzung und Stress. Bjelka und Strelka hatten da drei Jahre später schon wesentlich mehr Glück. Sie kehrten wohlbehalten zur Erde zurück. Und dann war am 12. April 1961 endlich der erste Mensch an die Reihe. Eben jener Juri Gagarin, Luftwaffenoffizier der Fliegerschule in Orenburg und später Kampfflieger der sogenannten „Nordflotte“.
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Ausgewählt wegen seiner Besonnenheit Wegen seines ausgeglichenen Temperaments wurde er aus 20 möglichen Kandidaten ausgesucht. Seine Ausbildung zum Kosmonauten dauerte nahezu ein Jahr. Und dann schließlich durfte er als erster Mensch die Erde verlassen. Seine Mission sollte die Bahnbrechendste seit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus werden. Der erste Mensch im All – der ewige Traum der Menschheit wurde Wirklichkeit…
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„Ich sehe die Erde, ich sehe die Wolken, was für eine Schönheit!“ Das waren die ersten Worte Gagarins per Funk nach seinem Eintritt in die Erdumlaufbahn. 55 Minuten nach dem Start berichtete die staatliche Nachrichtenagentur TASS von dem Ereignis. Für die USA der sogenannte „Gagarin-Schock“. Waren sie doch fürs Erste mit ihrem Mercury-Programm im Hintertreffen - im Wettrennen um das Prestige im All. Ganze 108 Minuten brauchte Juri Gagarin, um die Erde zu umrunden. Dabei standen ihm gerade einmal 1,6 Kubikmeter Platz zur Verfügung. Noch während seines Fluges wurde er vom Oberleutnant zum Major befördert.
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Unsanfte Landung und ein jäher Tod Nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gab es offenbar Probleme. Juri Gagarin, der zu diesem Zeitpunkt bereits eine lebende Legende war, verließ mit dem Schleudersitz seine Raumkapsel. Aus stolzen 7000 Meter Höhe segelte er am Fallschirm auf einen Acker bei Engels an der Wolga. Und landete so wohlbehalten wieder auf der Erde.
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Wie jedoch konnte es passieren, dass dieser erfahrene Jagdflieger und Kosmonaut sieben Jahre später bei einem Routine-Übungsflug die Kontrolle über sein Flugzeug verlor und abstürzte? Die Welt war schockiert, es wurde gemunkelt.
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Erst allmählich öffnen sich die Archive In seiner Dokumentation versucht Laurent Portes der Frage nach der Unglücksursache nachzugehen. Ursprünglich als „eine unglückliche Verkettung verhängnisvoller Umstände“ deklariert, keimten auf der anderen Seite des Globus die ersten Gerüchte eines manipulierten Unglücks auf.
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War Juri Gagarin zu unbequem für die KPdSU geworden, hatte er sich sein nationales Ansehen während zahlreicher Auslandsaufenthalte aus Public-Relations-Gründen verspielt? Die Sendung diskutiert diese zahlreichen Theorien und versucht die wahre Ursache dieser Tragödie aufzudecken.
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