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| Viele russische Fans rechneten nicht damit, dass sie über die Vorrunde hinaus in Österreich gebraucht werden (foto: newsru) | |
Montag, 23.06.2008
Visabarrieren in Europa bröckeln - dank Fußball
Wien. Österreich will angeblich zum EM-Halbfinal-Spiel Russland-Spanien am Donnerstag in Wien russische Fußballfans ohne Visum einreisen lassen. Heute wurden aber noch EURO2008-Spezial-Visa ausgestellt.
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Der russische Sportminister Vitali Mutko erklärte, dass ihm der österreichische Außenminister persönlich zugesagt habe, dass russische Fans ohne Visahürden nach Österreich kommen können.
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Das finnische Generalkonsulat in St. Petersburg, das dort die Visa-Angelegenheiten Österreichs vertritt, erklärte gegenüber „fontanka.ru“ jedoch, dass es bislang keine Anweisungen über eine Aufhebung des Visa-Zwangs gebe.
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Anträge für EM-Visa mit Ausgabedatum für Mittwoch oder Donnerstag konnten dort wie auch in der österreichischen Botschaft in Moskau nur bis heute Mittag abgegeben werden.
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10.000 Russen dürfen direkt zusehen - auch ohne gültiges Visum Der russische Fußballverband steht nun vor der schwierigen organisatorischen Aufgabe, die ihm zustehenden 10.000 Tickets gerecht unter den Fans zu verteilen, ohne dass es zu Wucher und Betrug kommt. Außerdem müssen Sonderflüge organisiert werden, so Mutko.
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Die Schweiz hatte am Wochenende ihre Visaregeln für russische Fußballfans ebenfalls gelockert. Russische Fans mit maximal zehn Tagen abgelaufenen Schengen-Visa konnten aus Österreich, wo das russische Team seine Vorrundenspiele absolvierte, vorübergehend in die Schweiz einreisen. Österreich hatte zuvor den russischen Fans erlaubt, auch nach Ablauf ihrer Visa bis zum Endspiel im Lande bleiben zu können.
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Dem Sport zuliebe: wozu eigentlich Visa? Der Fußball sorgt in diesem Jahr für ein beidseitiges Aufweichen der Visahürden zwischen Russland und Europa: Erst stellte Großbritannien kostenlos und sehr geschwind tausende Visa für Zenit-Fans aus, die zum UEFA-Cup-Finale nach Manchester wollten.
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Russland revanchierte sich mit visafreier Einreise für britische Fans, die Chelsea oder Manchester United beim Champions-League-Finale in Moskau unterstützen wollten.
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Durch den unerwartete Vorstoß der russischen Nationalmannschaft ins Viertel- und nun ins Halbfinale waren nun auch die Ausrichter der binationalen EM in den Alpenländern gezwungen, spontan Visa-Lockerungen zu erlassen.
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Denn Russland und die Türkei unter den letzen vier Mannschaften des Turniers beweisen: Fußball-Europa ist weitaus größer als Schengen-Europa.
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