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| Kyrill I. ruft die Russen zu mehr Nächstenliebe auf. (Foto: Archiv) | |
Dienstag, 05.01.2010
Weihnachtsbotschaft: Pseudowerte schuld an Katastrophen
Moskau. Die russisch-orthodoxe Kirche feiert am 7. Januar ihr Weihnachtsfest. In seiner Botschaft ruft Patriarch Kyrill I. die Menschen auf, sich auf die wahren Werte zu besinnen und den Pseudowerten zu entsagen.
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Die Weihnachtsbotschaft des Patriarchen klingt in diesem Jahr verallgemeinernder und abstrakter als 2009, als der damalige Interimspatriarch Kyrill ganz konkret Schritte zur Erhaltung des sozialen Friedens im Lande angesichts der Krise anmahnte.
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Jetzt ruft Kyrill I. die Gläubigen dazu auf, sich auf religiöse Werte wie die Nächstenliebe zu besinnen und diese auch zu leben. „In der heutigen Zeit sind die göttlichen Wahrheiten keine Ideale mehr und werden von moralischer Verantwortungslosigkeit, Egoismus, Konsumverhalten und der Verneinung der Sünde abgelöst“, schreibt Kyrill.
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Der so genannte menschliche Faktor Genau diese Pseudowerte seien aber die wahre Ursache „für die wachsende Bedeutung des so genannten menschlichen Faktors bei tragischen Ereignissen, die hunderte Menschenleben kosten“, so der russische Patriarch.
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Ohne konkret auf die größten Katastrophen des vergangenen Jahres – das Brandunglück in Perm, die Explosion im Wasserkraftwerk in Sajano-Schuschenskoje und den Terrorakt gegen den Newski Express – einzugehen, wissen die Leser sofort, was gemeint ist, haben diese Ereignisse doch das Jahr 2009 im Bewusstsein der russischen Bevölkerung entscheidend mitgeprägt.
Die russisch-orthodoxe Kirche feiert das Weihnachtsfest nach dem gregorianischen Kalender, der um 13 Tage hinter der heute gültigen julianischen Zeitrechnung zurücksteht.
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In der Nacht auf den 7. Januar werden in allen orthodoxen Kirchen des Landes Festliturgien abgehalten. Der zentrale Gottesdienst findet auch in diesem Jahr in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau statt. Sie ist die Hauskirche des Patriarchen und der Hauptdom Russlands.
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Den Gottesdienst wird Patriarch Kyrill I. persönlich zelebrieren. Die Festmesse, an der die führenden Politiker des Landes teilnehmen werden, wird live im russischen Fernsehen übertragen.
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