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| Gryslows Äußerungen verärgern Georgien. Foto: newsru.com | |
Dienstag, 04.12.2007
Kaukasus: Zündstoff um Abchasien und Südossetien
Moskau. Laut Duma-Sprecher Gryslow könnte Russland die Frage der Anerkennung der georgischen Teilrepubliken Abchasien und Südossetien schon im Januar wieder auf den Tisch bringen. Ein Wink in Richtung Westen?
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Boris Gryslow sagte am Montag bei einem Briefing seiner Partei „Einiges Russland“, die neue Duma könnte das Thema Abchasien und Nordossetien bereits im Januar erörtern. Die scharfe Reaktion aus Georgien ließ nicht lange auf sich warten.
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Die amtierende georgische Präsidentin Nino Burdschanadse ließ verlauten, sie hätte der Kreml-Partei zum Wahlsieg gratulieren wollen, nähme jetzt aber Abstand davon. „Gryslows Position“, sagte sie laut Interfax, „ruft eindeutig Empörung hervor, und das nicht nur bei mir.“
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Georgien hoffte auf konstruktive Beziehungen nach der Wahl
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Burdschanadse weiter: „Ich hatte gehofft, dass unsere gegenseitigen Beziehungen nach der Wahl in eine konstruktive Richtung gehen würden. Und ich hoffe jetzt, dass Russlands Führung eine offizielle Erklärung zu Herrn Gryslows Äußerungen abgeben wird.“
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Auch andere georgische Politiker kritisierten den Duma-Sprecher und bezeichneten sie als Provokation, auf die Georgien mit allen konstitutionell erlaubten Mitteln reagieren werde.
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Eher eine Botschaft an den Westen
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Gryslows Aussage könnte aber weniger als Provokation in Richtung Georgien gedacht sein als vielmehr als Signal an den Westen bezüglich der Kosovo-Frage. Denn würde die von Serbien abtrünnige Republik durch die internationale Staatengemeinschaft anerkannt werden, hätte Russland einen Trumpf in der Tasche.
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Abchasien und Südossetien wollen sich von Georgien ablösen, was der Kaukasusstaat aber nicht zulassen will. Im Gegensatz zum Kosovo waren beide Regionen schon einmal unabhängig, können also auf altes Recht pochen.
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Sollte der Westen den Kosovo als Staat anerkennen, müsste er dies auch im Falle der beiden kaukasischen Teilrepubliken tun. Wozu er bisher nicht bereit ist, weil er einen zu großen Einfluss Russlands fürchtet.
(sb/.rufo/St. Petersburg)
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