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Insgesamt 300 Personen werden von der Polizei in Busse verfrachtet und aufs Revier genommen (Foto: RIA)
Insgesamt 300 Personen werden von der Polizei in Busse verfrachtet und aufs Revier genommen (Foto: RIA)
Mittwoch, 07.12.2011

Neue Proteste, neue Festnahmen in Moskau

Moskau. Der Protest gegen Wahlfälschungen in Russland reißt nicht ab. In Moskau und St. Petersburg gab es erneut Demonstrationen. Die Polizei griff hart durch und nahm unter dem Beifall der Kremljugend 300 Personen fest.

Die Veranstaltung am Dienstagabend stand von Beginn unter anderen Vorzeichen als die Protestkundgebung am Montag. Sie war nicht angemeldet – der Oppositionspolitiker Boris Nemzow hatte ein Meeting an der Metrostation „uliza 1905goda“ beantragt, im Endeffekt einigte sich die Opposition im Internet jedoch auf den „traditionellen“ Veranstaltungsort Triumpfplatz an der Twerskaja.

Sicherheitskräfte von Anfang an aktiv


Zudem waren auch die Sicherheitskräfte nach dem Überraschungscoup der Opposition am Vortag (niemand hatte mit einem solchen Zulauf gerechnet) besser vorbereitet. Das Innenministerium hatte die Truppen in Moskau verstärkt. Laut Ministeriumssprecher Oleg Jelnikow hat das zwar mit den Protesten nichts zu tun, dennoch wurden die Demonstranten durch ein Großaufgebot an Sicherheitskräften in Empfang genommen.

Schon in der Metro (Majakowskaja) kam es zu Rangeleien. Die Polizeikräfte drängten viele Teilnehmer, die zur Veranstaltung wollten, ab. Auch auf dem Triumpfplatz zeigte die Polizei Härte. Viele Teilnehmer wurden gleich nach ihrem Eintreffen festgenommen, darunter auch
Eduard Limonow, Boris Nemzow und Jabloko-Chef Sergej Mitrochin, dem selbst das Vorzeigen seines Kandidatenausweises für die Duma nicht half.

Gewalt gegen Journalisten


Mehrere Journalisten wurden ebenfalls in die Polizeibusse verfrachtet. Der bekannte Kommersant-Korrespondent Alexander Tschernych berichtete später, dass er misshandelt worden sei: „Ein Polizeibeamter hat mich zu Boden geworfen, ist auf mich getreten und begann zu springen. Es war ziemlich schmerzhaft“, sagte er dem Radiosender Kommersant FM nach seiner Freilassung.

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Insgesamt gab es erneut 300 Verhaftungen, dennoch gelang es der Opposition, ihren Protest gegen Wahlfälschungen und ihre Forderung nach einem Rücktritt Putins lautstark zu artikulieren.

Sängerwettstreit mit der Kremljugend


Die Veranstaltung glich dabei teilweise einem Sängerwettstreit mit der Kremljugend „Naschi“, die ebenfalls vor Ort war. Beide Seiten versuchten, einander zu übertönen. Während die eine Seite „Russland ohne Putin“ schrie, hallte es von der anderen Seite unter Trommelgewirbel „Putin, Medwedew, Russland“ zurück.

Zwar war auch die Naschi-Veranstaltung nicht angemeldet, doch die Uniformierten hatten wohl mit der Festnahme der Oppositionellen genug zu tun, als sich auch noch um die Naschisten zu kümmern, zumal diese das Vorgehen der Polizei beklatschten.

Insgesamt spricht die Polizei von etwa 5.000 Menschen, die am Abend auf dem Triunpfplatz waren, wobei allerdings Opposition und Kremljugend zusammen gerechnet wurden. Augenzeugenberichten nach war die Kremljugend in der Überzahl, gazeta.ru spricht von etwa 1.500 Oppositionellen, die anwesend waren.

Proteste in mehreren Großstädten


Zu Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Sicherheitskräften kam es auch in anderen russischen Großstädten, wie St. Petersburg, Rostow-am-Don und Samara. In St. Petersburg sollen so zwischen 500 – 1.000 Menschen an einer Protestveranstaltung im Zentrum teilgenommen haben. 200 Personen wurden festgenommen.

Die außer-parlamentarische Opposition in Moskau hat ebenfalls neue Proteste angekündigt. Am 10. Dezember will die Bewegung „Solidarnost“ die nächste Kundgebung im Zentrum organisieren.



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