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| Wladimir Putin ist erneut in Dresden (Foto: www.newsru.com) | |
Dienstag, 10.10.2006
Putin in Dresden: Grünes Gewölbe, Gas, Dialog
Moskau. Es war ein Wiedersehen mit der Zweiten Heimat: Russlands Staatschef Wladimir Putin besuchte am Dienstag Dresden, wo er zu DDR-Zeiten für den sowjetischen Geheimdienst KGB im Einsatz war.
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Dresden ist die erste Station von Wladimir Putins zweitägiger Deutschland-Visite. Am Mittwoch wird er in München erwartet.
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Nach seiner Ankunft besuchte Putin als erster ausländischer Spitzenpolitiker das wiedereröffnete Grüne Gewölbe. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich er anschließend zu Verhandlungen, bei denen Wirtschaftsthemen wie die Zusammenarbeit im Energiesektor und der russische Einstieg beim Luftfahrtkonzern EADS im Mittelpunkt standen.
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Katjuscha und Mörder-Rufe zur Begrüßung
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Beim Empfang durch Angela Merkel vor dem Dresdener Schloss spielte ein Orchester zur Begrüßung „Katjuscha“. Aber auch mehrere tausend Demonstranten warteten auf den Kreml-Chef. Die Putin-Gegner empfingen ihn mit „Mörder–Mörder“-Rufen, berichtete Spiegel Online.
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Bei einer Pressekonferenz bekräftigte Angela Merkel, dass die umstrittene Ostsee-Pipeline auf jeden Fall gebaut wird. Putin bot den Europäern erneut eine Zusammenarbeit bei der Ausbeutung des nordrussischen Schtokman-Gasfeldes an, das Deutschland für mehrere Jahrzehnte mit Gas versorgen könnte. Gleichzeitig erklärte er jedoch, das Gazprom das riesige Gasfeld zunächst ohne Beteiligung ausländischer Investoren erschließen werde.
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Am Abend besuchten Merkel und Putin die Sitzung des Diskussionsforums „Petersburger Dialog“, der in diesem Jahr ebenfalls in Dresden stattfindet. Der deutsche Co-Vorsitzende des Dialogs, Lothar de Maizière, bezeichnete die Veranstaltung als ein „Kind“ des russischen Präsidenten, das in den vergangenen Jahren „kräftig gewachsen“ sei.
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Der Leiter der Medien-AG Michael Rutz bemängelte den mangelnden Schutz von Journalisten in Moskau. Anna Politkowskaja sei bereits die fünfte Journalistin innerhalb von zwei Jahren gewesen, die in Russland ermordet worden sei, so der Geschäftsführer des „Rheinischen Merkur“. Putin hatte auf der Pressekonferenz in Dresden erstmals öffentlich zu dem Attentat vom Wochenende Stellung genommen.
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Der Mord sei „ein abscheuliches Verbrechen“, sagte Putin. Gleichzeitig sei es offensichtlich, dass Politkowskajas Einfluss auf die politischen Prozesse in Russland verschwindend klein gewesen sei. Der Mord schade der russischen Führung daher wesentlich mehr als Politkowskajas kritische Artikel.
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(kp/.rufo)
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