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Samaras neuer Bürgermeister Viktor Tarchow (foto: rpvita.ru/newsru).
Samaras neuer Bürgermeister Viktor Tarchow (foto: rpvita.ru/newsru).
Montag, 23.10.2006

Samara: Einiges Russland unterliegt Mironow-Partei

St. Petersburg. Bei den Bürgermeisterwahlen in Samara hat Viktor Tarchow, der Kandidat der „Partei des Lebens“, den bisherigen Bürgermeister und Vertreter der Kreml-Hauspartei „Einiges Russland“ deutlich geschlagen.

Auf den Amtsinhaber Viktor Limanski entfielen nach dem gegenwärtigen Auszählungsstand 40,6 Prozent, auf Tarchow, der bisher als Abgeordneter im Regional-Parlament saß, jedoch 56,3 Prozent. Die Wahl sei eindeutig entschieden, hieß es aus der Wahlbehörde.

Putins Cousin wechselte die Seiten


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Die Wahlen in der Millionenstadt an der Wolga wurden von zahlreichen Skandalen, darunter eine faktisch geplatze Fernsehdiskussion der beiden Bewerber, überschattet. Für Aufsehen sorgte auch, dass sich in der letzten Wahlkampfphase Igor Putin, ein Cousin des russischen Präsidenten und Direktor eines dortigen Industriebetriebs, auf die Seite von Tarchow schlug und seinen Austritt aus der Partei „Einiges Russland“ (ER) erklärte.

Die „Partei des Lebens“ wird vom absolut Putin-loyalen Föderationsrats-Vorsitzenden Sergej Mironow geführt und spielte bislang im politischen Leben Russlands nur eine unbedeutende Rolle.

Mironows „Lebenspartei“ plötzlich im Aufschwung


Noch im Oktober will sie sich jedoch mit der auch in der Duma vertretenen Partei „Heimat“ sowie der Pensionärspartei zu einer neuen, latent linken „Kleine-Leute-Partei“ vereinigen, die der von Beamten und Funktionsträgern dominierten ER in Zukunft starke Konkurrenz machen will.

Der plötzliche Aufstieg der Mironow-Partei gilt unter politischen Beobachtern jedoch als vom Kreml protegiertes Phänomen. Um nicht in den Verdacht zu geraten, in Russland ein zur Versteinerung neigendes Einparteien-System durchsetzen zu wollen, wird die Geburt einer ebenfalls Kreml-treuen, aber eher links orientierten zweiten politischen Bewegung als zweckmäßig angesehen.

(ld/.rufo)


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Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)






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