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Scharfer Beobachter und Kritiker: Alexander Solschenizyn. (Foto: newsru.com)
Scharfer Beobachter und Kritiker: Alexander Solschenizyn. (Foto: newsru.com)
Dienstag, 27.02.2007

Solschenizyn warnt vor vorrevolutionären Zuständen

St. Petersburg. Alexander Solschenizyn warnt die russischen Machthaber in einer Denkschrift vor einer gefährlichen gesellschaftlichen Entwicklung. Der Nobelpreisträger sieht viele Parallelen zum Jahr 1917.

Die wichtigsten Kritikpunkte in Solschenizyns Text sind die Kluft zwischen Arm und Reich in der russischen Gesellschaft sowie die Kontraste zwischen der zurück gebliebenen Provinz und den boomenden Grossstädten.

Der politisch-historische Artikel mit dem Titel “Gedanken über die Februarrevolution“ wurde am 27.Februar in der regierungsnahen und auflagenstarken Zeitung “Rossiskaja Gazeta” abgedruckt. Ausserdem wird die Streitschrift an Amtsträger in ganz Russland verschickt.

Entsetzt über fortbestehende Missstände


Bei Russland-Aktuell
• Solschenizyn und Bulgakow – Stoff für TV-Serien? (17.02.2006)
• Film: Vergangenheits-Bewältigung per Kassenhit? (11.04.2006)
• Solschenizyn: Keine Gefahr für die Demokratie (06.06.2005)
Der Schriftsteller sieht das Russland von heute in einer ähnlichen Verfassung wie 1917, bevor die Regierung von Zar Nikolaus II. gestürzt wurde und die Bolschewisten die Macht übernahmen.

Solschenizyn nimmt in seiner Analyse Bezug auf einen Text, den er bereits vor 27 Jahren verfasst hatte und zeigt sich entsetzt darüber, dass einige der dort beschriebenen Missstände bis heute fortbestehen.


Mehr dazu im Internet
• Solschenizyn zur Februarrevolution
• Diskussion über den Solschenizyn-Artikel

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Der Autor warnt die russische Elite vor einer Verschärfung der gesellschaftlichen Gegensätze. Wenn die russische Regierung es versäume, etwas dagegen zu unternehmen, werde das schlimme Konsequenzen haben, warnt Solschenizyn.

Solschenizyn hatte die Regierung unter Putin zwar auch bisher schon in Interviews und Reden kritisiert, aber bisher noch nie so scharf wie jetzt.


Erstmals so scharfe Kritik Solschenizyns an Regierungskurs unter Putin


Der heute 88-Jährige kam unter Stalin in Lagerhaft und wurde während der Tauwetterperiode unter Nikita Chruschtschew durch seinen Lager-Roman “Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch” berühmt. Weitere wichtige Werke sind “Der Archipel Gulag” und “Im ersten Kreis der Hölle”.

Solschenizyn wurde später wegen seiner Kritik am Regime aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen und aus der Sowjetunion ausgewiesen.

Er lebte viele Jahre im amerikanischen Exil und kehrte erst 1994 wieder nach Russland zurück.

Er beteiligte sich nur zurückhaltend an der innenpolitischen Diskussion. 2003 erschien sein umstrittenes Werk “Zweihundert Jahre zusammen” über die russisch-jüdische Geschichte.

(eva/.rufo)


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