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| Russland will seine Raketen (hier im Bild S-300) behalten und nicht an Syrien verkaufen, machte Verteidigungsminister Iwanow deutlich (Foto: Sonitschew/.rufo) | |
Donnerstag, 13.01.2005
USA drohen Russland mit Sanktionen wegen Raketen
Moskau. Spekulationen über eine mögliche Raketenlieferung Russlands an Syrien sorgen für diplomatischen Zündstoff. Während Russlands Verteidigungsminister Sergej Iwanow in Washington dementierte, dass es Pläne gebe, Syrien mit Raketen des Typs SS-26 „Iskander“ auszustatten, kündigte ein Sprecher des US-Außenministeriums im Fall des Falles schon mal mögliche Sanktionen gegen Russland an. Die USA seien gegen eine Aufrüstung Syriens machte der US-Diplomat deutlich.
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„Wir haben die Meldung über den Verkauf gesehen, und die Politik der USA ist in dieser Beziehung sehr deutlich. Wir sind gegen Waffenlieferungen an Syrien, gegen den Verkauf todbringender Kriegstechnik an Syrien, das staatlicher Sponsor des Terrorismus ist“, sagte Richard Boucher, Sprecher des US State Departement.
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Direkte Maßnahmen wollte Boucher im Falle einer Lieferung Russlands nicht aufzählen, kündigte jedoch an, dass die US-Regierung nach einem entsprechenden Verkauf potentielle Sanktionen gegen Russland beraten werde.
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Russland dementiert
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Unter anderem hatte die russische Tageszeitung Kommersant mit Bezug auf israelische Quellen von einem Verkauf des Raketensystems berichtet. Die taktische Rakete „Iskander-E“ hat eine Reichweite von bis zu 280 km und könnte daher, an der syrisch-israelischen Grenze eingesetzt, Ziele fast überall in Israel treffen. Der Kommersant berichtete über eine Krisensitzung der Scharon-Regierung über diesen Punkt und die Einberufung des russischen Botschafters in Jerusalem.
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Russlands Verteidigungsminister Iwanow, der sich derzeit in Washington aufhält, beeilte sich, die Gerüchte schnell zu dementieren. Es gebe keine Verhandlungen mit Syrien über den Verkauf von „Iskander“ sagte er. Derartige Spekulationen tauchten in der Presse immer dann auf, wenn Führer arabischer Staaten vor einem Moskau-Besuch stehen, meinte Iwanow. Der syrische Präsident Baschar Asad wird am 24. Januar in Russland erwartet.
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Das Thema „Iskander“-Verkauf sei in den russisch-amerikanischen Verhandlungen auch nicht zur Sprache gekommen, sagte der Minister. Gleichzeitig fügte er jedoch hinzu, dass der Verkauf dieser Raketenkomplexe nicht unter Exportbeschränkungen falle, die sich Russland auferlegt habe.
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(ab/.rufo)
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