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Mittwoch, 19.08.2009
Zweierlei Maß: Verschuldete Oligarchen dürfen reisen
Moskau. Die russischen Gerichtsvollzieher haben im ersten Halbjahr 2009 rund 80.000 Russen wegen Schulden an der Ausreise gehindert. Die russischen Oligarchen, die inzwischen Milliarden an Schulden angehäuft haben, dürfen sich aber noch in Courchavel amüsieren.
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Insgesamt 79.500 Russen wurden in den ersten sechs Monaten an der Grenze gestoppt. Einige von ihnen stehen im Schuldenregister, weil sie nicht rechtzeitig ihre Kfz-Steuer bezahlt haben.
Einige schulden weniger als 1.000 Rubel (22 Euro) und nicht einmal alle wissen, dass sie Schuldner sind. Der Petersburger Alexander Baranow beispielsweise wurde an der Grenze gestoppt, weil er angeblich vor 14 Jahren seine Kfz-Steuer für ein Moped nicht bezahlt hat - das Moped war ihm allerdings ein Jahr zuvor bereits gestohlen worden.
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Doch es gibt auch andere böswillige Schuldner, die diese Strafe trifft. So wurden 22.500 Russen mit einem Ausreiseverbot belegt, weil sie keine Alimente zahlen.
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Russische Oligarchen stehen aber nicht auf der Liste - zumindest noch nicht. Denn solange kein Urteil gegen einen Schuldner ergangen ist, trifft das Ausreiseverbot nicht auf ihn zu. Gegen einige der Oligarchen haben aber bereits Schuldner geklagt.
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