Kommunist soll Schwulenclub im Blindenheim schliessen
Moskau. Der Chef der Kommunistischen Partei Russlands, Genadi Sjuganow soll sich nun auch darum kümmern, dass ein Moskauer Schwulenclub geschlossen wird. Der Gay-Club ist im Kulturhaus des russischen Blinden-Verbandes untergebracht.
Der für sein Gespür für effektvolle Medienauftritte bereits bekannte neue Verwaltungschef im moskauer Verwaltungskreis Nord, Oleg Mitwol schreibt an KP-Chef Genadi Sjuganow, weil der Vizepräsident des Blindenverbandes, Oleg Smolin KP-Abgeordneter in der Duma ist.
Er verstehe nicht, schreibt Mitwol, wie sich die Unterstützung für einen Schwulenklub mit den Grundlagen des Marxismus-Leninismus und mit den Normen der kommunistischen Moral vereinbaren lasse.
Mitwol hatte bereits als Verwaltungschef in Moskau-Nord bei der Staatsanwaltschaft beantragt, den Gay-Club im Blindenheim zu schliessen.
Das Gebäude sei von der Stadt dem Blindenverband zu Sonderkonditionen zur Verfügung gestellt worden. Diese kämen allerdings seit 2002 dem Gay-Club zu Nutze.
Ob sich Blinde über den Klubbetrieb beschwert oder an ihm teilgenommen haben, ist nicht bekannt.
Mach mal Pause, erst recht in dieser Hitze. Das dachte sich auch dieser Kranführer im Petersburger Hafen, dem dafür wenigstens ein luftiges Plätzchen zur Verfügung steht.( Topfoto: Deeg/.rufo)