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Hugo Chavez empfängt Medwedew auf seiner dritten Station der Lateinamerika-Tour (Foto: TV)
Hugo Chavez empfängt Medwedew auf seiner dritten Station der Lateinamerika-Tour (Foto: TV)
Mittwoch, 26.11.2008

Warmer Empfang für Medwedew in Lateinamerika

Rio. Die Rundreise durch Lateinamerika verläuft erfreulich für den russischen Präsidenten. Bisher konnte Medwedew einen Orden und mehrere Vereinbarungen im Rüstungs- und Energiesektor einheimsen. Nun geht’s nach Caracas.

Die Südamerika-Tournee ist die bislang längste Auslandsreise für Medwedew als russischer Präsident. Begonnen hat sie mit dem APEC-Gipfel in Peru. In Lima wurde er zudem von Perus Präsident Alan Garcia empfangen.

Garcia erzählte Medwedew dabei nicht nur von Karl Marx, sondern lobte Russland auch als „Labor und mitunter schmerzhaftes Experimentierfeld des 20. Jahrhunderts“. Wobei nicht ganz klar ist, ob er damit das sozialistische Experiment als solches oder den unter Millionenopfern errungenen Sieg der Sowjetunion über das faschistische Hitler-Deutschland meinte.

Sonnenorden für Medwedews Verdienste vor Peru


Auf dem Höhepunkt des Empfangs überreichte Garcia seinem russischen Gast den Sonnenorden (aber nicht als Schmerzensgeld für die Experimente, sondern) für die Verdienste Medwedews vor dem peruanischen Volk. Wie sich herausstellt, hat der russische Präsident in seiner kurzen Amtszeit viel dafür getan, das Ansehen Perus in der Welt zu heben – zumindest nach Ansicht von Garcia.

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• Venezuela: Russische Marine übt im US-Hinterhof (07.09.2008)
Auch in Brasilien, der nächsten Station der Tour, war Medwedew vielumworbener Gast. Den Gouverneur von Rio de Janeiro Sergio Cabral interessierte vor allem Russlands Stimme bei der Abstimmung zu den Olympischen Spielen 2016.

Brasilien wirbt um Russlands Stimme bei Olympia-Bewerbung


„Russland hat sein ganzes Können, so einen Kampf zu gewinnen, unter Beweis gestellt und wir brauchen diese Erfahrung. Noch mehr aber brauchen wir die russischen Stimmen im IOC. Besonders wertvoll ist für uns Herr Popow, der im Bewertungskomitee des IOC ist“, lobbyierte Cabral ziemlich unverfroren.

Kurz vor Mitternacht gab es dann am Dienstag auch noch ein „Dinner for two“ mit Brasiliens Staatspräsident Lula da Silva. Die beiden BRIC-Länder streben nach einer engeren Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Energie und Infrastruktur.

Atomkraft gegen Rindfleisch


Russland ist daran interessiert, sich an Projekten im Erdölsektor zu beteiligen. Darüber hinaus bietet sich Russland auch als Aufbauhelfer für Wasserkraft- und Atomkraftwerke sowie als Rüstungslieferant an. Brasilien möchte im Gegenzug eine Öffnung des russischen Markts (vor allem für brasilianisches Rindfleisch) erreichen.

Die beiden Staatschefs haben vereinbart, den bilateralen Handel bis 2010 auf 10 Mrd. USD zu erhöhen. Das ist gegenüber 2007 (5,4 Mrd. USD) fast eine Verdopplung.

Russische Kriegsschiffe zum Militärmanöver in der Karibik


Nun ist Medwedew bei Russlands engstem Verbündeten in Lateinamerika, Hugo Chavez, zu Besuch. Bereits kurz vor der Ankunft des Kremlchefs haben russische Kriegsschiffe unter Führung des Atomkreuzers „Peter der Große“ in Venezuela angelegt.

Sie sollen später an einem einwöchigen russisch-venezolanischen Militärmanöver in der Karibik teilnehmen – wie übrigens auch Hugo Chavez selbst. Der venezolanische Präsident versicherte, dass die Militärübungen nicht als Provokation oder Bedrohung gedacht seien.

Kooperation rechtlich unbedenklich


Auch der Chef des russischen Verteidigungsausschusses in der Duma, Viktor Sawarsin, betonte, dass die militär-technische Zusammenarbeit beider Länder mit internationalem Recht im Einklang stehe.

Russland ist der größte Waffenlieferant für Venezuela. In der Vergangenheit wurden bereits Kampfhubschrauber, Suchoi-Jagdflugzeuge und Kalaschnikow-Sturmgewehre nach Caracas geliefert. Möglicherweise werden beim Besuch Medwedews weitere Waffenlieferungen vereinbart.

Einseitige Handelsbilanz zwischen Russland und Venezuela


Zudem soll aber auch die Kooperation auf dem zivilen Sektor ausgebaut werden. Russische Öl- und Gaskonzerne sind an einem Einstieg im rohstoffreichen Venezuela interessiert. Darüber hinaus erhofft sich Chavez russische Hilfe beim Bau eines Atomkraftwerks.

Im vergangenen Jahr lag der bilaterale Handel bei über 1,1 Mrd. USD, wobei das Volumen fast ausschließlich durch den russischen Export zustande kommt. In den ersten acht Monaten dieses Jahres ist der Handelsumsatz noch einmal um 60 Prozent gewachsen und liegt bei 772 Mio. USD. Der Export Venezuelas nach Russland beläuft sich dabei gerade einmal auf 400.000 USD.



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