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Auch Zar Peter der Große ist bemüht, dass sich Touristen in Russland wohlfühlen  (Foto: eva/rufo)
Auch Zar Peter der Große ist bemüht, dass sich Touristen in Russland wohlfühlen (Foto: eva/rufo)
Mittwoch, 07.03.2007

Deutsche stellen die meisten Touristen in Russland

Moskau. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Zahlen wuchs 2006 die Zahl der ausländischen Touristen in Russland wieder an: Plus 2 Prozent und insgesamt 2,433 Millionen Gäste lautet die Bilanz der offiziellen Statistik.

Die Statistik legt eine Trendwende im Russlandreisen-Business nahe: 2005 war die Zahl der ausländischen Touristen um 16,6 Prozent und 2004 um 9,2 Prozent zurückgegangen.

Am meisten Russland-Interesse zeigen dabei die Deutschen: Registriert wurden 328.500 Besucher mit deutschem Pass, 15.000 mehr als im Vorjahr. Auf Platz 2 steht Polen, danach kommen die USA und China.

Zahlen der Grenzpolizei nur bedingt aussagekräftig


Allerdings gibt das russische Tourismus-Gewerbe nicht allzu viel auf diese Zahlen: Die von der russischen Statistikbehörde vorgelegten Daten beruhen nämlich nicht auf Übernachtungszählungen, sondern auf Angaben der russischen Grenzpolizei, die die Einwanderungskärtchen auswertet. Tourist ist danach jeder Reisende, der bei der Einreise „Tourismus“ als Zweck seiner Reise angibt.

Tank- und Wodkatouristen werden mitgezählt


Bei Russland-Aktuell
• Kaliningrad: Grenzen im Haff für Schiffsverkehr offen? (04.03.2007)
• Wyborg: Schwedisch-finnisches Kopfsteinpflaster (11.02.2007)
• Touristen lieben Moskau (24.01.2007)
• Holiday-Inn-Hotel im Nordosten von Moskau eröffnet (12.09.2006)
• Kaliningrad: Deutsche Touristen kommen per Bahn (09.08.2006)
„Touristen“ sind damit auch viele der Einkaufsreisenden, die manchmal nur für einige Stunden über die Grenze kommen, um sich mit billigen Waren (und sei es eine Tankfüllung oder einige Flaschen Wodka) einzudecken. erklärten Reiseveranstalter der Zeitung „Kommersant“. Dies sei vor allem unter Polen sehr beliebt, die gerne derartige Shopping-Touren nach Kaliningrad machen – offenbar mit steigender Tendenz: Denn die Zahl der polnischen „Touristen“ wuchs 2006 um satte 76 Prozent. Aber auch in Vyborg gibt es einen „Finnenmarkt“, der ganz auf Tagesausflügler aus dem nahen Nachbarland orientiert ist.

Zudem würden viele Geschäftsleute, die eigentlich zu Besprechungen oder Verhandlungen anreisten, auf die kompliziertere Prozedur der Ausstellung eines Geschäfts-Visums verzichten und sich stattdessen als Tourist anmelden, schreibt die Zeitung.

Die Statistik einmal um Nachbarländer bereinigt


Um Einkaufsreisende, Tagesausflügler und sich als Touristen ausgebende Wanderarbeiter aus der amtlichen Statistik herauszurechnen, ist es wohl am sinnvollsten, sämtliche Länder, die direkt an Russland grenzen, aus der Liste der 20 stärksten Herkunftsländer zu streichen. Dann bleiben folgende Daten übrig:

Russlands Attraktivität nur auf Platz 68
Russlands Attraktivität für Touristen liegt unter 124 untersuchten Staaten nur auf Platz 68 - zwischen Kuwait und Guatemala. Dies ergab eine auf der heute beginnenden Tourismusmesse ITB in Berlin präsentierte Studie des Davoser Weltwirtschaftsforums. Bei der Untersuchung wurden 13 Faktoren bewertet - wobei die kulturelle und landschaftliche Attraktivität nur einer davon war. Andere Faktoren waren z.B. Ökologie, Sicherheit, Rechtslage, Verkehrsinfrastruktur und die Zugänglichkeit von Informationen.
1. Deutschland 328.500
2. USA 225.000
3. Großbritannien 124.000
4. Italien 116.000
5. Frankreich 102.500
6. Japan 59.500
7. Spanien 54.000
8. Türkei 47.000
9. Südkorea 43.000
10. Schweden 31.000
11. Niederlande 29.000
12. Schweiz 27.500
13. Israel 27.000

Wegen der sträflich hohen Preise für touristische Dienstleistungen sei 2007 aber eher ein Rückgang der „echten“ Touristenzahlen zu erwarten, heißt es aus der Branche. Ein durchschnittlicher Touristen-Tag mit Hotelübernachtung, Vollpension und Besichtigungsprogramm koste in Russland 200 bis 250 Euro.
Verschärfend käme hinzu, dass in Moskau das „Rossija“ und einige weitere eher schlichte Herbergen zwecks Umbau oder Abriss geschlossen worden seien. Der Bettenmangel in der Hauptstadt betrage „30 Hotels mit je 300 Zimmern“, so eine Tourismus-Expertin. Angesichts des Defizits an Hotelbetten hätten Moskauer wie St. Petersburger Häuser im letzten Jahr ihre Preise um etwa 30 Prozent angehoben.

(ld/rufo/St.Petersburg)


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