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| Im Straßenbild unverwechselbar: die neuen Sightseeing-Doppeldecker (foto: rosbalt.ru) | |
Montag, 02.06.2008
Neuer Blick auf Petersburg aus dem Doppeldecker
St. Petersburg. Stadtrundfahrten mit bester Rundumsicht, flexibler Zeitgestaltung und einer Führung in gleich acht Sprachen – diesen Service will die Stadtverwaltung nun mit nagelneuen Doppeldecker-Bussen anbieten.
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Für das Projekt „City-Tour“ wurden gemeinsam mit einem privaten Busunternehmen sechs umgerüstete doppelstöckige Busse angekauft, die im Laufe des Juni in Petersburg eintreffen sollen.
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Clou der pro Stück 450.000 Euro teuren feuerwehrroten Volvo-Busse ist das Oberdeck: Bei einer Hälfte des Fuhrparks ist es offen und nur durch eine leichte Schiebedachkonstruktion vor Regen zu schützen. Die anderen drei Busse werden obenherum vollverglast sein. Das Unterdeck ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.
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Gouverneurin Valentina Matwijenko will damit ein Service-Produkt anbieten, wie es in vielen Tourismus-Metropolen schon lange Standard ist: Eine „offizielle“ Stadtrundfahrt-Linie mit mehreren Haltestellen unterwegs, wo man aussteigen und später mit dem nächsten heran rollenden Doppeldecker wieder weiterfahren kann.
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135 Minuten Rundkurs für 9,50 Euro Im Juni sollen die Touren im Probebetrieb angeboten werden, ab Juli will man dann von täglich von 9 bis 23 Uhr die Bus-Giganten auf den über 2 Stunden dauernden Rundkurs schicken. Der Preis für eine Fahrt beträgt für In- und Ausländer gleichermaßen 350 Rubel (ca. 9,50 Euro).
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Unterwegs bekommen die Fahrgäste wegen ihrer erhabenen Position dann nicht nur mehr zu sehen als bei üblichen Busrundfahrten, sondern auch Wissenswertes über die Stadt zu hören: Ein individuelles Sprachübertragungssystem bietet die Stadtführung in acht Sprachen an: Neben den wichtigsten europäischen Idiomen sind auch japanisch und chinesisch im Angebot.
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Die Route der City-Tourer soll vom Newski Prospekt an der Anitschkow-Brücke auf die Fontanka führen, dann über den Platz der Künste, am Sommergarten vorbei über die Troizki-Brücke zur Peter-Pauls-Festung, weiter über die Strelka zum Isaaksplatz und von dort wieder auf den Newski.
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Busfahrkarte mit Zusatzfunktionen Unterwegs sind bisher fünf Haltepunkte eingeplant, es wird aber an einer Ausweitung auf zehn gearbeitet. Die City-Tour-Tageskarte soll in der Zukunft dann auch zum ermäßigten Besuch einiger Sehenswürdigkeiten berechtigen. Außerdem möchte man spezielle „Weiße-Nächte-Rundfahrten“ anbieten.
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Stadtoberhaupt Matwijenko sprach bei der Präsentation des ersten in Spanien umgebauten Sightseiing-Volvos von einem „alten persönlichen Traum“, den sie mit diesen Bussen nun verwirklicht sieht.
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Bleibt nur zu hoffen, dass die Busse nicht gar zu oft in den Abgasschwaden der Innenstadt-Staus stecken bleiben werden. Und das Projekt insgesamt mehr Lebenskraft hat als die ähnliche Idee der „Wasser-Trambahnen“ für Stadtrundfahrten mit Zwischenstopps, die in den letzten Jahren schon einmal geboren wurde – und dann sang- und klanglos unterging.
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Doppeldecker-Busse als solche sind in Petersburg übrigens nur bedingt eine Neuheit: Vor einigen Jahren wurden schon einmal original Berliner Busse als "Sammeltaxis" auf der Vorstadt-Route nach Peterhof eingesetzt.
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