Vorrevolutionäre Altbauten in der Innenstadt von Chabarowsk (Foto: ld/.rufo)
Chabarowsk – Vorposten am Amur
Nur knapp 150 Jahre lang ist die Geschichte der Stadt Chabarowsk, die russische Soldaten als Fort an der Grenze zu China gründeten und nach dem Entdeckungsreisenden Chabarow benannten. Heute zieht sich Chabarowsk über 40 Kilometer am Amur entlang und ist die Hauptstadt des Fernöstlichen "Generalgouvernements".
Mit der ersten drei Kilometer langen Eisenbahnbrücke über den Amur wurde hier 1916 der Bau der legendären Transsibirischen Eisenbahn abgeschlossen. Inzwischen gibt es eine neue kombinierte Straßen- und Bahnbrücke - sowie einen urspünglich aus militärischen Gründen angelegten Bahntunnel.
Chabarowsk hat heute etwa 580.000 Einwohner. Die Stadt liegt auf einem Hochufer am Mündungsdelta des Ussuri in den Amur. Quer über die Inseln des Deltas verläuft die erst 2008 - 40 Jahre nach dem bewaffneten "Ussuri-Konflikt" - endgültig und einvernehmlich festgelegte Grenze zu China.
Sehenswert in Chabarowsk sind die vorrevolutionären Altbauten in der Innenstadt, etwa das Stadtduma-Gebäude, der Gouverneurspalast oder das einstige Kaufhaus der Hamburger bzw. Wladiwostoker Firma Kunst&Albers (heute "Gastronom").
Auch das Heimatmuseum ist einen Besuch wert. Hier ist viel über die Stadtgeschichte, aber auch über die Kulturen der Ureinwohner des weit nach Norden reichenden Gebietes Chabarowsk zu erfahren.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)