 |
|
| Russland verliert durch die neuen Verträge kein Land an China - das unterstrich gestern Außenminister Sergej Lawrow (Foto: MID) | |
Dienstag, 22.07.2008
Nach 40 Jahren: Moskau und Peking über „Ost-Grenze“ einig
Peking/Moskau. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat gestern in Peking mit seinem chinesischen Amtskollegen Yang Jiechi mit einem letzten Protokoll die „Ost-Grenze“ zwischen den beiden Staaten endgültig festgelegt.
|
|
40 Jahre mussten ins Land gehen, bis gestern in Peking mit den Unterschriften der Außenminister unter das letzte Demarkations-Protokoll die russisch-chinesische „Ost-Grenze“ entlang dem Fluß Amur endgültig festgeschrieben werden konnte.
|
„Russland verliert kein Land“ Strittig war Landmasse von einer Gesamtgröße in Höhe von 375 Quadratkilometern. Davon erhält China 174 Quadratkilometer – darunter die Insel Tarabarow und die Hälfte der Insel Bolschoj Ussuriski. Die östliche Grenze zwischen Russland und China verläuft nun entlang dem Fahrwasser des Flusses Amur.
Nach der Unterzeichnung erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, dass Russland durch das Protokoll kein Land verliere. Bisher habe es in dem besagten Gebiet keine juristisch bindende Festlegung der Grenzen gegeben.
|
Erstes Abkommen 1860 Das erste Abkommen, das die Grenzen zwischen Russland und China festlegte, war 1860 unterzeichnet worden. Nach mehrfachen Übergriffen in den folgenden Jahrzehnten wurden erst Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wieder offizielle Verhandlungen aufgenommen.
|
1991 wurde in Moskau eine Vereinbarung über den Verlauf der östlichen Grenze unterzeichnet. Notwendige Demarkationsarbeiten wurden erst im Jahr 1997 abgeschlossen. Lediglich der Grenzverlauf im Amur-Gebiet blieb bis gesten strittig.
|
China als Gegengewicht zum Westen Russische Medien weisen darauf hin, dass der Prozess im Jahr 2004 neuen Antrieb erhielt. Damals verschlechterten sich die Beziehungen Russlands zum Westen. Zum Ausgleich wandte sich Russland China zu.
|
Die ungelösten Grenzfragen sollten kein Konfliktpotenzial darstellen und deshalb unterzeichnete der damals amtierende russische Präsident Wladimir Putin im Oktober 2004 eine zusätzliche Erklärung zur Lösung der offenstehenden Fragen.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>