Der Dom in Kaliningrad/Königsberg. (Foto: Plath/.rufo)
Kaliningrad – Auf den Ruinen Königsbergs
Wer Danzig oder Breslau kennt und Ähnliches erwartet, wird von Kaliningrad zunächst maßlos enttäuscht sein. Deutsche Heimweh-Touristen erkennen ihre Heimatstadt Könisgberg nicht mehr wieder.
Das gesamte Zentrum wurde bei britischen Luftangriffen und der Eroberung der Stadt durch die Rote Armee zerstört. Einsam und fremd ragt der wiederaufgebaute Königsberger Dom heute aus einer Umgebung trister Wohnblocks. Die Reste des Schlosses, die in den 60er Jahren noch als Kulisse für Sowjetfilme dienten, wurden gesprengt.
Doch wer sich auf eine Suche nach den Resten des alten Ostpreußens aufmacht, kann noch vielerorts fündig werden. Ganze Vorstädte haben den Krieg, wenn auch nicht immer die darauf folgenden sozialistischen Jahrzehnte überstanden.
Kaliningrad bewahrt heute die Reste seiner Jahrhunderte alten Geschichte. Dem Königsberger Philosophen Immanuel Kant setzten die russischen Stadtväter inzwischen ein Denkmal, an seinem Grab an der Dommauer liegen immer frische Blumen.
Kaliningrad hat heute über 400.000 Einwohner und ist durch die Launen der Geschichte wie schon zwischen den Weltkriegen erneut zur Hauptstadt einer Exklave geworden. Dieses Mal einer russischen.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)