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Russland-Visum: Wo gibt es eine Einladung?

Es reicht nicht, in einem russischen Konsulat in Deutschland einen Visa-Antrag auszufüllen. Zunächst muss eine Einladung her. Und damit beginnen die Kopfschmerzen vieler Russland-Reisender. Linderung schaffen Agenturen.

Normalerweise kann die Einladung von einer russischen Privatperson, einer Organisation oder einer Firma initiiert werden. Für Touristen ersetzt die gebuchte Pauschalreise oder eine Buchungsbestätigung des Hotels das Einladungsschreiben.

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Bis vor kurzem mussten einladende Unternehmen und Organisationen beim russischen Außenministerium akkreditiert sein und reichten dort den Einladungs-Antrag ein. Das Ministerium prüfte das Anliegen und schickte die Einladung weiter an ein russisches Konsulat in Deutschland, wo der Visaantrag gestellt werden kann. Mit Inkrafttreten des neuen Ausländergesetzes wird diese Prozedur vollständig an das Innenministerium übertragen.

Tagelang auf dem Amt


Für Privatpersonen war es schon immer besonders aufwendig, auf dem offiziellen Weg eine Einladung zu besorgen. Reisende sollten sich genau überlegen, ob sie ihren russischen Freunden den Ärger mit der örtlichen Bürokratie zumuten möchte. Denn ein russischer Normalbürger, der einen Ausländer einladen möchte, muss nicht nur bei der Einwanderungsbehörde UFMS (früher hieß es Visa- und Registrierungsamt, OVIR) Einladungsformulare ausfüllen, er muss auch persönlich zum Wohnungsamt, um dort nachzuweisen, dass er den Besuch unterbringen kann. Diese Behördengänge können schnell 2-3 Tage in Anspruch nehmen.

Die Bearbeitung zieht sich anschließend in der Regel mehrere Wochen hin. Ist der Einladende schon bei den zuständigen Stellen bekannt, geht es vielleicht schneller. Dieses Verfahren stammt noch aus alten sowjetischen Zeiten. Die Sowjetmacht kontrollierte mit Hilfe dieses Systems, wer wen zu welchem Zweck besuchte – bis Ende der Achtziger Jahre war es Ausländern aus dem Westen gar grundsätzlich verboten, in russischen Familien zu übernachten.

Besser Reisebüro einschalten


Am einfachsten ist es, sich die Einladung oder das Visum über ein Reisebüro zu besorgen. Dabei sollte vorher genau geklärt werden, ob mit dem gezahlten Preis auch alle Kosten abgedeckt sind, oder ob die Konsulats-Gebühren noch zusätzlich anfallen. Es lohnt sich auch immer nachzufragen, ob die Anmeldung („Registrierung") des Visums in Russland im Preis inbegriffen ist.

Reisebüros arbeiten in der Regel mit Partnern vor Ort zusammen, die gegen Bezahlung eine fiktive Geschäfts- oder Touristenreise bescheinigen und über ihre Kanäle bei den russischen Behörden die Einladung besorgen. Die russischen Konsulate akzeptieren dieses Verfahren.


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