Noch immer soll es Reisende aus Westeuropa oder den USA geben, die im kalten Winter an der finnisch-russischen Grenze den Zug verlassen müssen, weil sie sich kein Russland-Visum besorgt haben.
Russland ist nach wie vor kein Land, dass sich für spontante Reisen eignet. Vor der Abfahrt muss bei einer russischen Auslandsvertretung im Heimatland ein Visum besorgt werden.
Wer in der Nähe einer der russischen Auslandsvertretungen in Berlin, Bonn, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig oder München lebt, kann seinen Visums-Antrag persönlich vor Ort abgeben. Allerdings sollte der Antragsteller Geduld mitbringen, denn die Warteschlangen sind an manchen Tagen lang.
Bequemer ist sicherlich, eine Agentur zu beauftragen: Beim Dienstleister werden der Pass, der ausgefüllte Visa-Antrag, Fotos und ein entsprechender Geldbetrag abgegeben. Die Agentur setzt sich dann für den Auftraggeber mit der russischen Auslandsvertretung in Verbindung und beantragt das Visum.
Per Post geht der Ausweis mit eingeklebtem Visum schließlich zurück an den Auftraggeber. Sehr bequem und grundsätzlich ist diese Variante sogar bis wenige Tage vor Abreise nach Russland möglich.
Allerdings: Dennoch sollte rechtzeitig beantragt werden. Je näher das Reisedatum, desto teurer die Agentur-Dienstleistung.