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| Die Lage ist ernst: Deripaska muss bei Hochtief aussteigen (Foto: TV) | |
Freitag, 10.10.2008
Deripaska verliert seinen Anteil bei Hochtief
Moskau. Der russische Milliardär Oleg Deripaska gerät durch die Finanzkrise immer stärker unter Druck. Nun muss er auch seine Beteiligung am deutschen Baukonzern Hochtief abtreten. Die Commerzbank übernimmt das Paket.
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Deripaskas Investmentgesellschaft Basic Element (Bas El) die Aktien erst im vergangenen Jahr gekauft. Zunächst erwarb Deripaska 3 Prozent der Hochtief-Aktien, dann baute er seinen Anteil auf 9,99 Prozent aus. Für die Papiere soll der Milliardär nicht weniger als 550 Mio. Euro bezahlt haben. Am Donnerstag kosteten 9,99 Prozent der Hochtief-Aktien etwa 170 Mio. Euro.
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Auf Sand gebaut - Investment abgestoßen mit Verlusten „Es war eine Investmentanlage. Wir sehen, wie der Preis der Hochtief-Aktien fällt. Der Ausstieg ist also eine durchdachte finanzielle Entscheidung“, begründete der Vize-Generaldirektor von Bas El, Konstantin Panin, den Absprung.
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Hochtief bestätigte den Ausstieg Deripaskas. Die Papiere wurden von der Commerzbank übernommen. Die Bank hat gemeinsam mit Goldman Sachs den Kauf mit Krediten finanziert. Die Aktien von Hochtief dienten dabei als Sicherheit.
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Deripaska kann margin calls erneut nicht beantworten Nachdem der Wert der Sicherheiten in Folge der Finanzkrise drastisch gesunken war, begannen die so genannten margin calls, d.h. die Commerzbank forderte Bas El auf, den Unterschied zwischen dem Aktienwert und dem gewährten Kredit in bar auszugleichen. Als Deripaska sich weigerte, Bargeld nachzuschießen, wurden die Papiere einkassiert.
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Schon vor einer Woche hatte Deripaska auf diese Weise seinen Anteil am kanadischen Autozulieferer Magna an die französische Bank BNP Paribas verloren.
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Strabag strategisch wichtig für Deripaska Neben Hochtief hält Deripaska auch Anteile am österreichischen Bauunternehmen Strabag. Die 30 Prozent erwarb Deripaska vor über einem Jahr für 1,2 Mrd. Euro. Im Gegensatz zu Hochtief ist Strabag aber sehr stark in Russland involviert. „Die Investitionen bei Strabag haben strategische Bedeutung und wir planen nicht, sie aufzugeben“, erklärte Panin daher.
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Ebenso bleibt Deripaska mit seinem Aluminiumkonzern RusAl bei Nornickel involviert. Der Streit um den Buntmetall-Produzenten hatte die Schuldenlast von RusAl auf etwa 10 Mrd. Euro gesteigert.
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