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| Biathlon-Weltmeisterschaft im Schatten des Dopings. Droht ein Flächenbrand im Biathlon? (Foto: championat.ru) | |
Freitag, 13.02.2009
Doping und Tränen im Biathlon: Schwarzer Freitag der 13.
Moskau. Gleich drei gedopte Biathlon -Spitzensportler - die Meldung des Tages schockt die russischen Sportfans. Aber der Schock kommt nicht aus heiterem Himmel. Jetzt endlich verspricht der Biathlon-Verband Untersuchung und Konsequenzen.
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Tränen hatte es schon heute Nacht bei den russischen Biathlonisten in Südkorea gegeben. Wie Cheftrainer Alikin erzählt, habe sich Jekaterina Jurjewa (Ekaterina Iourieva) bei ihm ausgeweint und unter Tränen versichert, sie wisse nicht, was die Ärzte mit Ihr angestellt haben.
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Bei den drei Sportlern waren Spuren eines neuen Präparates der "dritten Generation" von Eritropoetin (EPO) gefunden worden, das offensichtlich von russischen Chemikern neu gemixt worden war, so dass es bei den bisherigen Püfverfahren zunächst nicht auffiel. Jetzt fordern Biathlon-Spitzenfunktionäre am lautesten Konsequenzen.
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Als einer der ersten meldete sich Alexander Tichonow Vizepräsident der Russischen Biathlon Union (RBU) zu Wort. Er habe seit langem gewarnt, sei aber nicht gehört worden. Jetzt müsse es eine akribische Untersuchung geben, sagte Tichonow in einem Fernsehinterview.
Ineressanterweise wird Tichownow selbst von manchen verdächtigt, das Doping gefördert zu haben. Tichonow ist zugleich auch Vizepräsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU), lebt seit Jahren in Österreich. Er war in Russland wegen Verwicklung in eine Mordaffäre zu Gefängnis verurteilt, aber später begnadigt worden.
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Jetzt verlangt Tichonow harte Bestrafung der Verantwortlichen für den Dopingskandal. Auch der Präsident der RBU, Michail Prochorow kündigte "allerhärtetse Konsequenzen an". In nächster Zeit solle eine RBU-Konferenz zu Beratungen zusammentreten.
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Eine "Sonderkomission" unter Beteiligung der Russischen Antidoping-Agentur (RusADA) soll in den Reihen der RBU den Fall untersuchen - die Frage ist nur, ob hier nicht der Bock zum Gärtner gemacht wird.
IBU-Präsident Besseberg ahnt nichts Gutes: "Entweder haben wir sie alle erwischt, oder es handelt sich lediglich um die Spitze des Eisbergs." Weitere 150 Dopingproben von Biathleten liegen schon vor, warten aber noch auf die Analyse.
Aber zunächst einmal läuft die WM sowieso mit anderen Athleten aus dem großen russischen Reservoir weiter. Im März soll das Finale in Chanty-Mansiisk in Westsibirien stattfinden.
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Die Forderung des deutschen Trainers Wolfgang Pichler, der die schwedische Nationalmannschaft trainiert, das gesamte russische Team müsse von der WM ausgeschlossen werden, wird in der IBU angeblich nicht weiter diskutiert. Sie könnte aber immerhin den Anti-Doping-Druck in Russland erhöhen.
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