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Mittwoch, 01.07.2009
Überdosis? Zwei Drogenpolizisten tot im Büro
Moskau. Skandal bei der russischen Antidrogen-Polizei FSKN: Zwei Beamte wurden tot in ihrem Moskauer Büro aufgefunden. Vermutlich starben sie an einer Überdosis. Einer der Toten ist der Schwiegersohn des ehemaligen Chef-Leibwächters von Boris Jelzin, Alexander Korschakow.
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Die beiden jungen Beamten (nach widersprüchlichen Angaben zwischen 24 und 32 Jahren alt) wurden um 6 Uhr morgens im Amtsgebäude der Drogenpolizei des Moskauer West-Bezirks aufgefunden.
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Nach unterschiedlichen Angaben lagen sie entweder in einem Büro oder in einem Kellerraum. Angeblich sollen in einem Mülleimer leere Spritzen und Ampullen gefunden worden sein, berichtete die Webseite Life.ru unter Berufung auf einen Informanten in Polizeikreisen. Auch ist die Rede davon, dass die beiden Beamten die Nacht angeblich in Gesellschaft von Frauen zugebracht haben.
Der Pressedienst der auch als GosNarkoKontrol bezeichneten Behörden teilte hingegen mit, dass bislang keine Hinweise auf eine Überdosis irgendwelcher Drogen als Todesursache vorlägen. Geprüft werde auch, ob es sich um eine Lebensmittelvergiftung handele.
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Einer der gestorbenen Beamten, Konstantin Chrustaljow, ist Schwiegersohn des in den 90er Jahren recht einflussreichen Chef-Leibwächters von Boris Jelzin, Alexander Korschakow. Angeblich soll er seinen Job erst vor einem Jahr durch Protektion bekommen haben. Der heutige Duma-Abgeordnete Korschakow bestätigte den Todesfall, wollte sich zu den Hintergründen aber nicht äußern.
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Korschakow war in den letzten Tagen öfter im Zusammenhang mit dem Tod von Michael Jackson in den Medien genannt worden: Er hatte ihm 1996 bei einem Konzert in Moskau einen Säbel geschenkt – der Jackson anschließend vom russischen Zoll wieder abgenommen wurde.
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