Moskau. Moskauer Schwule wollen den US-Präsidenten Barack Obama bei seinem ersten offiziellen Besuch in Moskau vor der US-Botschaft persönlich begrüssen - wenn sie können. Transparent-Aufschrift "Yes You Can". Die Kundgebung ist allerdings behördlich nicht genehmigt.
Die Moskauer Stadtverwaltung hatte bereits Anfang Juni den Antrag für die Mahnwache abgelehnt. Einer der Organisatoren, Nikolai Aleksejew hatte angekündigt, das Kundgebungsrecht per Gericht einzuklagen.
Aleksejew kündigte heute laut Interfax an, die Aktion solle am 7.7. auf jeden Fall stattfinden. Die Organisatoren hätten auch bereits schon um ein Treffen mit US-Aussenministerin Hillary Clinton gebeten, die Obama bei seiner Russland-Reise begleitet.
Hauptforderung der Aktion soll sein, dass gleichgeschlechtliche Ehen in Russland erlaubt werden sollen. Obama und Hillary hätten sich im amerikanischen Präsidenten-Wahlkampf für homosexuelle Ehen ausgesprochen, sagt Aleksejew.
In Russland ist die russisch-orthodoxe Kirche vehement gegen Freiheiten für Homosexuelle. Die Moskauer Stadtverwaltung hatte seit 2006 alle Versuche, eine "Gay-Parade" in Moskau zu veranstalten, verboten.
Derweil können sich allerdings Schwule und Lesben in Moskau unbehindert treffen. Die bekanntesten Open-Air-Treffpunkte für Homosexuelle sind im Stadtzentrum in Kremlnähe.
Mach mal Pause, erst recht in dieser Hitze. Das dachte sich auch dieser Kranführer im Petersburger Hafen, dem dafür wenigstens ein luftiges Plätzchen zur Verfügung steht.( Topfoto: Deeg/.rufo)