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Freitag, 08.02.2008
Russen halten Homosexualität für unmoralisch
Moskau. Eine große Mehrheit der Russen hält Homosexualität einer Umfrage zufolge für unmoralisch. Nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum liege die Ablehnung bei 84 Prozent. Die Ablehnung gegenüber Schulen und Lesben ist in allen Bevölkerungsschichten hoch, unabhängig von Bildungsgrad, Alter, Einkommen oder Geschlechtszugehörigkeit.
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Insgesamt wurden 1.600 Personen befragt. Nur vier Prozent der Befragten erklärten Homosexualität für moralisch vertretbar, fünf Prozent antworteten, dass Homosexualität keine Frage der Moral sei.
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Gegenüber anderen Verstößen gegen die gesellschaftliche Norm in Russland zeigt die Bevölkerung größere Toleranz. So lehnten nur 74 Prozent der Befragten die Vielehe als moralisch unvertretbar ab.
Je 62 Prozent betrachten den Ehebruch und die Annahme von Bestechungsgeldern als amoralisch. Schmiergeld zu geben, verurteilten 54 Prozent.
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In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Auseinandersetzungen um die Organisation der Gay-Parade in Moskau. Die Behörden lehnen Anträge auf die Durchführung der Veranstaltung ab.
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Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow bezeichnete die Gay-Parade als „satanistische Aktion“. Auch die orthodoxe Kirche hat sich strikt gegen derartige Veranstaltungen ausgesprochen.
(ab/epd/.rufo/Moskau)
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