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Montag, 06.09.2010
Finanzminister Kudrin wird Dekan der Petersburger Uni
St. Petersburg. Der russische Finanzminister Alexej Kudrin soll an die Spitze der Fakultät für Kunst und Geisteswissenschaften der Petersburger Uni treten. Doch es regt sich Widerstand gegen eine solche „Personalpolitik“.
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Die Fakultät wird gerade neu eingerichtet, und gemäß der von Rektor Nikolai Kropatschow ausgegebenen Maxime – „Das Beste im Lande soll mit der Petersburger Universität verbunden sein!“ – soll der bisher wenig als Geisteswissenschaftler in Erscheinung getretene Finanzminister und Vizepremier ihre Leitung übernehmen.
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Dennoch signalisierte er sofort sein Einverständnis, als der Wissenschaftsrat der Philosophischen Fakultät ihm den ehrenvollen Posten antrug. Ganz zufällig ist Kudrins Berufung nicht – er ist bereits seit Jahren im Kuratorium des Programms „Kunst und Geisteswissenschaften“, das der neuen Fakultät zugrunde liegt, schreib der „Kommersant“ heute.
Marina Schischkina, Ex-Dekan der Fakultät für Journalistik, tritt schon länger offen gegen die Reformpolitik und den Leitungsstil von Rektor Kropatschow auf (bei dem übrigens Dmitri Medwedew studiert hat).
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„Bei allem Respekt für Herrn Kudrin, aber was soll er für ein Dekan sein“, sagt Schischkina. Er habe so ein riesiges eigenes Ressort, das auf einer ganz anderen Ebene stünde: „Das ist so, als würde der Direktor eines Supermarkts noch zum Leiter eines Hotels gemacht.“
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Schuld sei Rektor Kropatschow: „Das ist der nächste Schritt auf dem Weg zum Ruin der Universität (…). Er liquidiert die Autonomie der Fakultäten (…) und zerstört alle Grundlagen der Ausbildung unserer Studenten.“
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