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Freitag, 06.08.2010
Fußballtrainer erschossen: War es ein Auftragsmord?
Moskau. Die Ermordung eines Trainers in Moskau erschreckt die Sportöffentlichkeit in Russland. Der offensichtliche Auftragsmord lässt vermuten: Das "Alltagsgeschäft" im russischen Fußball ist zuweilen lebensgefährlich.
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Der 65-jährige Juri Schischlow, zuletzt Scout des Zweitligisten Lutsch-Energija aus Wladiwostok, wurde in der Nacht auf Donnerstag vor seinem Haus in Moskau angeschossen und starb Stunden später in einem Krankenhaus.
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Er starb an einem gezielten Kopfschuss. Der Killer, nach Augenzeugenberichten ein junger Mann, konnte unerkannt entkommen. Das Brisante an dem Fall: Schischlow war in der Vergangenheit stellvertretender Direktor des FC Schinnik Jaroslawl und Hauptzeuge im Gerichtsverfahren gegen Schinniks Ex-Generaldirektor Wladimir Schepel.
Schepel war erst Ende Juli zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er in seiner Zeit bei Schinnik sieben Millionen Rubel (rund 200.000 Euro) veruntreut und den Versuch der Hinterziehung von 18 Millionen Rubel (520.000 Euro) Steuergeldern unternommen haben soll.
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Schepel beteuerte während des Prozesses immer wieder seine Unschuld, aber nicht zuletzt die Aussagen des jetzt Ermordeten führten letztendlich zu dem Schuldspruch. Russische Medien vermuten einen Zusammenhang zwischen dem Mord und dem Ausgang des Prozesses.
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