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In den wilden Neunzigerjahren groß und reich geworden: Viktor Wechselberg. (Foto: newsru.com)
In den wilden Neunzigerjahren groß und reich geworden: Viktor Wechselberg. (Foto: newsru.com)
Dienstag, 30.01.2007

Wechselberg plant Einkaufstour in der Schweiz

St. Petersburg. Der russische Öl- und Gasmilliardär Viktor Wechselberg gab während des Davoser Wirtschaftsforums WEF seine Absichten bekannt, in Schweizer Firmen zu investieren – unter anderem interessiert ihn Sulzer.

Wie Abramowitsch oder Chodorkowski gehört der 1957 im ukrainischen Drogobitsch geborene Viktor Wechselberg zu jenen Schnellaufsteigern, die während der Neunzigerjahre mit der Privatisierung der ehemaligen Sowjetindustrie reich geworden sind. Der einstige Abteilungsleiter im Konstruktionsbüro eines Pumpenbetriebs investierte in der Aluminiumindustrie und kaufte unter der Regierung Jelzin ein milliardenschweres Imperium aus Öl- und Gasfeldern zusammen, das heute unter dem Namen TNK-BP bekannt ist.

Gefürchtete Staatsinspektion auf Gasfeld steht bevor


Bei Russland-Aktuell
• Ölkonzern TNK-BP wegen Lizenzstreit unter Druck (09.11.2006)
• Russen und Schweizer gründen weltgrößten Alu-Konzern (09.10.2006)
• Abramowitsch und Wechselberg auf Einkaufstour (14.09.2006)
Kowykta, dem größten Gasfeld der TNK-BP, droht nun eine ähnliche Inspektion durch staatliche Stellen wie im vergangenen Jahr dem Shell-Ölfeld Sachalin-2. Dabei musste Shell "wegen Verstößen gegen die Umweltschutzauflagen" die Kontrolle an den staatlichen Energiekonzern Gazprom abgeben.

Zwar hat Wechselberg in Davos bereits bekannt gegeben, dass er Gazprom an der Förderung in Kowykta beteiligen und damit den Staat besänftigen will. Doch wird laut der schweizer "Sonntagszeitung" vermutet, dass sich Wechselberg mit seinem Anteil von satten 16 Milliarden Dollar ganz aus dem Energie-Geschäft und aus Russland verabschieden will – Ziel Schweiz.

"Wechselberg will die ganze Schweiz kaufen"


Über seinen in Zürich domizilierten Technologiekonzern Renova, der zu 23,8 Prozent an der OC Oerlikon beteiligt ist, hat er bereits einen Fuß in der Schweiz. Wie das Boulvardblatt "Blick" schreibt, ist er nun daran, "die ganze Schweiz" aufzukaufen und seine Villa am Zürichberg auszubauen. Wechselberg war auf einen Schlag berühmt geworden, als er für 100 Millionen Dollar neun der kostbaren Fabergé-Eier aus dem Besitz der Zarenfamilie ersteigerte.
Nun zeigt Wechselbergs Renova Interesse an Schweizer Traditionsfirmen, allen voran am Sulzer-Konzern. Angesichts der gewaltigen Finanzkraft des Russen, der zu den hundert reichsten Menschen der Welt gehört, wird in den Medien sogar über einen möglichen Kauf der ABB spekuliert.

(eva/.rufo)


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