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Ob der Kreml Chodorkowski nach dem Angebot aus Großbritannien freilässt, darf bezweifelt werden. (Foto: Djatschkow/.rufo)
Ob der Kreml Chodorkowski nach dem Angebot aus Großbritannien freilässt, darf bezweifelt werden. (Foto: Djatschkow/.rufo)
Freitag, 23.07.2004

Briten wollen Chodorkowski freikaufen

Moskau. Eine Gruppe britischer Finanziers ist angeblich bereit, die Schulden des russischen Ölkonzerns Yukos zu bezahlen, um den Bankrott des Unternehmens abzuwenden. In einem Brief an Präsident Putin boten die Briten außerdem an, „den Schaden zu bezahlen, den Michail Chodorkowski dem Staat angeblich zugefügt hat.“ Dafür soll der Oligarch frei kommen.

Aus dem Kreml kam bisher noch keine Reaktion auf diesen Brief. Zuvor hatten die Behörden schon das Angebot Chodorkowskis abgelehnt, der seine Anteile dem Staat übergeben wollte, um Yukos zu retten.

Der Ölkonzern Yukos bestätigte inzwischen, dass es ein derartiges Schreiben britischer Privatinvestoren gebe. Es war aber noch nicht zu erfahren, in welcher Beziehung die Investoren zum Yukos-Konzern stehen.

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• Yukos geht bald die Luft aus (22.07.2004)
• Chodorkowski bietet Aktien, um Yukos zu retten (07.07.2004)
• Yukos: Chodorkowski weist Anklage zurück (19.07.2004)
• Yukos beginnt zu zahlen (14.07.2004)
• Schröder sorgt für Atempause bei Yukos (08.07.2004)
Der Spiegel berichtet lediglich, dass der Unterzeichner des Briefes, George Miller, Konzernchef bei International Waste Management Plc. sei. Über das Konsortium hingegen ist kaum etwas bekannt.

Yukos hatte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag bekannt gegeben, dass seine Geldreserven in drei Wochen erschöpft seien. Sollte der Konzern pleite gehen, warnten Yukos-Verantwortliche, hätte das auch für die russische Wirtschaft negative Folgen.

(ab/.rufo)


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