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Der russische Gas-Monopolist Gazprom besitzt auch das russische Pipeline-Verteilungssystem (Foto: Archiv)
Der russische Gas-Monopolist Gazprom besitzt auch das russische Pipeline-Verteilungssystem (Foto: Archiv)
Donnerstag, 15.05.2008

Gazprom erhält neun Gasfelder vom russischen Staat

Moskau. Gazprom (Gasprom) erhält vom russischen Staat neun Gasfelder ohne öffentliche Ausschreibung. Die Vorräte des russischen Gas-Monopolisten steigen auf 29,1 Billionen Kubikmeter.

Eine entsprechende Verordnung hatte der damalige Premierminister Viktor Subkow noch vor dem Wechsel an der russischen Staatsspitze am 06. Mai unterzeichnet.

Die Felder an Ostsee- und Pazifik-Küste lassen die Vorräte des Monopolisten um 13 Prozent oder 3,8 Billionen Kubikmeter auf insgesamt 29,1 Billionen Kubikmeter anwachsen.

Bei Russland-Aktuell
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• Timoschenko: Russisch-ukrainischer Gas-Streit beigelegt (09.04.2008)
• Gazprom und TNK BP: Joint Venture für Gas-Vertrieb (03.04.2008)
• Verhaftungen: Geheimnis-Verrat bei TNK-BP in Moskau? (20.03.2008)
• Durchsuchungen bei Ölkonzern TNK-BP in Moskau (19.03.2008)

„Abschiedsgeschenk“ des aufgelösten Ministeriums


Die Übergabe der Gasfelder an Gazprom war vom Industrie- und Energie-Ministerium vorangetrieben worden. Nach dem Wechsel an der Staatsspitze war das Ministerium aufgelöst und durch die neuen Ministerien für Industrie und Handel sowie für Energie ersetzt worden. Beide neuen Ministerien wollen das „Abschiedsgeschenk“ der Regierung Subkow nicht kommentieren. Sie verweisen darauf, dass der Vorgang nicht von ihnen, sondern vom Vorgängerministerium eingeleitet wurde.

Auch der russische Gas-Monopolist Gazprom stand nicht für ein Statement zur Verfügung. „Solange wir das Recht über das Land noch nicht besitzen und noch nicht mit der Ausbeutung begonnen haben, gibt es nichts zu sagen“, erklärte ein Sprecher gegenüber den Medien.

Alles nach Gesetz


Bereits im April 2008 war Gazprom das Gasfeld Tschajada mit Vorräten in Höhe von 1,3 Billionen Kubikmetern Gas ohne Ausschreibung zugesprochen worden. Damals verwiesen die zuständigen Behörden auf das „Gesetz über die Gasversorgung“, das die Übergabe des Gasfelds ohne Ausschreibung an den Besitzer des Russland weiten Pipeline-Netzes vorsieht. Das aber ist Gazprom.

Allerdings muss Gazprom wohl in beiden Fällen eine Kompensationszahlung an den Staat leisten. Beim Gasfeld Tschajada soll sie bei maximal 275 Millionen Euro liegen. Das sei der Einstiegspreis bei einer öffentlichen Versteigerung gewesen, berichten russische Medien.

Für den Preis der neun neuen Gasfelder liegen keine Schätzungen vor.



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