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| Die Krise scheint überwunden, aber das Geld schmilzt in den russischen Geldbörsen. (Foto: TV) | |
Mittwoch, 28.12.2011
Konjunktur: Kleine Fortschritte und sehr viel Arbeit
Moskau. Laut Wladimir Putin hat Russland die Wirtschaftskrise überwunden, aber die Stabilität steht auf schwachen Beinen. Fachleute raten den Russen, mehr zu arbeiten, damit sie ihre Einkommen steigern können.
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Am Dienstag hatte Premierminister Wladimir Putin auf der letzten Regierungssitzung des Jahres verkündet, Russland habe die Krise überwunden. „Es hat uns viel Kraft gekostet, aus dieser Grube zu klettern, in die uns die Krise gestoßen hatte“, so Putin. „Aber zum Ende dieses Jahres sind die Folgen der globalen Wirtschaftskrise in Russland überwunden.“
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Investitionsklima verbessern Präsident Dmitri Medwedew beschwert sich derweil über das weiterhin mangelhafte Investitionsklima: „Es bedarf einer grundlegenden Verbesserung“, so der russische Staatschef. Dabei „bleibt die Korruption das größte Problem im Staatsapparat“.
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Hoffnung mache ihm aber Russlands Beitritt zur WTO und der Beginn der Zollunion zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan.
Keine Modernisierung und Liberalisierung Russische Wirtschaftsexperten sehen Pluspunkte in der sehr verhaltenden Inflation. Ein großes Minus sei aber die mangelnde Dynamik bei der Gesundung der Wirtschaft nach den Kriseneinbrüchen ab 2008. Wjatscheslaw Andrjuschkin von der SDM-Bank sieht Gefahren im unzureichenden Wachstum des Kleinunternehmertums und der großen Importabhängigkeit Russlands.
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„Russland hat sehr viel Glück mit der Außenkonjunktur gehabt“, so Andrjuschkin. „Ein stabil hoher Ölpreis hat sehr beim Füllen der Haushaltskassen geholfen“, sagt Agwan Mikajeljan vom Unternehmen FinExpertisa. Dabei habe es „weder bei der Modernisierung noch bei der Liberalisierung auch nur einen einzigen Schritt nach vorn gegeben“.
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Kein Zuwachs in der Lohntüte Das Wirtschaftswachstum in Russland fällt bescheiden aus – das Bruttosozialprodukt stieg um etwa vier Prozent, was laut Experten zu wenig ist für einen „normalen Haushalt und die Finanzierung der Sozialprogramme“.
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Der Einkommenszuwachs der Bevölkerung betrage nur 1 bis 2 Prozent, was bei einer Inflation von über 6 Prozent faktisch eine Einbuße bedeutet. Zum Vergleich: vor der Krise hatten die Menschen jährlich 12 bis 15 Prozent mehr Geld in der Lohntüte. Einbußen sind auch bei den Renten zu verzeichnen.
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Es gebe weniger Stabilität, meint Wirtschaftsexperte Wladimir Salnikow: „Wir sind aus der Grube gekrochen, aber jetzt müssen wir sehr hart arbeiten und uns dabei immer nach Europa, China und den USA umgucken.“
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