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Russlands Auto-Klassiker "Shiguli" muss auf seine alten Tage umziehen (Foto: ld/.rufo)
Russlands Auto-Klassiker "Shiguli" muss auf seine alten Tage umziehen (Foto: ld/.rufo)
Donnerstag, 26.08.2010

Lada: Klassiker Shiguli wird Togliatti verlassen

Moskau. Der Lada-Hersteller Avtovaz will im nächsten Jahr die Produktion des „Ur-Lada“ 2105 und 2107 einstellen. Russland bleibt aber dennoch nicht ohne neue „Shiguli“ - sie sollen nur anderswo vom Band rollen.

Die Montage des Klassikers soll bei IzhAvto in Ischewsk weitergeführt werden, erklärte Avtovaz-Chef Igor Komarow auf dem gestern eröffneten Moskauer Autosalon. Die Verlagerung der Fertigung des ältesten und billigsten Lada-Modells soll auf den Fließbändern in Togliatti Platz für die Modelle Samara und Priora schaffen.

Zusammenarbeit Avtovaz-IzhAvto wird reanimiert


Ab September soll in Ishewsk zunächst wieder die Kombi-Version 2104 des Shiguli vom Band laufen. Avtovaz werde die Lieferung der benötigten Bauteile wieder aufnehmen, so Komarow. Ab 2011 sollen dort dann auch die Stufenheck-Versionen 2105 und 2107 gebaut werden. In ihrem Grundkonzept gehen sie noch auf den einstigen Lizenzbau des Fiat 124 zurück, mit dem Lada Mitte der 1960er Jahre seine Geschichte begann.
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• Russischer Autobauer IschAwto fährt an die Wand (15.04.2009)
• Nachfrage überrundet Lada-Produzenten AvtoVaz (28.06.2010)
• RosTechnologii erhöht Anteil bei Lada-Bauer AvtoVaz (25.05.2010)
• Lada fährt Sonderschichten – für Billigmodelle (15.04.2010)
• Lada soll mit Renault-Hilfe richtig groß werden (11.03.2010)
IzhAvto, wo auch einige Kia-Modelle in Lizenz gefertigt wurden, musste in der Automarkt-Krise 2009 die Produktion einstellen und Konkurs anmelden. Nun wird das Autowerk wieder reanimiert.

Billigheimer als Bestseller


Aufgrund der russischen Abwrackprämie avancierte der schlichte „Shiguli“ in den letzten Monaten vorübergehend zum meist verkauften Neuwagen in Russland. Sein Preis beträgt etwa 4.300 Euro.

Komfort- und Sicherheitssysteme wie ABS, Airbags, Servolenkung oder Klimaanlage sind für den russischen Volkswagen nicht erhältlich.

Andere Modelle sollen die Lücke füllen


Lada-Lenker Komarow erwartet aber trotz der Abschiebung des Bestsellers im nächsten Jahr keinen Absatzeinbruch für sein Unternehmen: Die Nachfrage werde auf die nächsthöheren Baureihen Samara und Kalina übergehen, erklärte er.

Ende 2011 wird Lada dann ohnehin ein neues Auto präsentieren, dass zum Nachfolger der bisherigen Billig-Modells im Produktspektrum werden soll:

Beim Lada Granta handelt es sich allerdings nicht um eine Neuentwicklung, sondern eine vereinfachte Version des kleinen Lada Kalina.



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