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Auf der Grundlage von Sky Link will der Staat einen neuen Mobilfunkbetreiber starten
Auf der Grundlage von Sky Link will der Staat einen neuen Mobilfunkbetreiber starten
Freitag, 04.09.2009

Neuer Telefonanbieter in Russland vor dem Start ?

Moskau. Der Mischkonzern Afk Sistema verkauft seine Anteile an Svyazinvest und Sky Link an den Staat zurück. Der will daraus einen neuen Mobilfunkanbieter schmieden. Die Konkurrenz in Russland ist hoch.

Afk Sistema gehört dem Milliardär Wladimir Jewtuschenkow und ist einer der größten Konzerne des Landes. Aktiva hat Sistema u.a. in den Bereichen Telekommunikation (MTS), Versicherungen (ROSNO), Banken (Moskauer Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und Immobilien (Sistema Hals).

Privatisierungspläne haben sich zerschlagen


2006 hat Afk Sistema auch einen Anteil von 25 Prozent an dem mehrheitlich staatlichen Telefongiganten Svyazinvest übernommen. Für das Paket zahlte Jewtuschenkow immerhin 1,3 Mrd. USD. Doch die Hoffnungen auf eine vollständige Privatisierung erfüllten sich nicht. Stattdessen kam die Krise und Jewtuschenkow geriet selbst in Zahlungsschwierigkeiten.

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Darum hat der Milliardär bereits im vergangenen Jahr die Rückgabe seines Anteils an den Staat angeboten. Im Gegenzug will Jewtuschenkow 23,3 Prozent der Moskauer Telefongesellschaft MGTS und einen Schuldenerlasse bei der Sberbank (über eine halbe Milliarde Euro) haben. Moskau gilt als der potenziell lukrativste Markt für Ortsgespräche, die erst seit kurzem nicht mehr kostenlos sind.

Neuer Anbieter auf der Basis von Sky Link


Das Angebot wurde vom Kreml bewogen und für zu leicht befunden. Doch nun gibt es eine Lösung: Afk Sistema soll noch 100 Prozent des Mobilfunkanbieters Sky Link dazugeben. Zwar gehören 50 Prozent von Sky Link dem umtriebigen dänischen Geschäftsmann Jeffrey Galmond (ein enger Freund des ehemaligen Telekom-Ministers und Putin-Beraters Leonid Reiman), doch der ist bereit, seinen Anteil abzutreten. Auch die Regierung, genauer gesagt Vize-Premier Sergej Iwanow, hat den Deal schon abgesegnet.

Auf der Grundlage von Sky Link könnte der Staat einen neuen landesweit operierenden Mobilfunkanbieter aufbauen. Immerhin hat Sky Link schon Lizenzen für den 3-G-Betrieb in 30 Regionen, in weiteren 45 Regionen gibt es immerhin einen Lizenz für GSM.

Scharfe Konkurrenz – Umstieg auf die vierte Generation


Damit würde aus der Troika der russischen Mobilfunkgiganten – MTS, Vimpelcom (Beeline) und Megafon – ein Vierer werden. Doch ganz so schnell geht es nicht, meinen Analysten. Der Aufbau eines Netzes auf GSM oder 3-G-Basis sei wegen der hohen Konkurrenz extrem aufwändig und ineffizient.

Doch langfristig, d.h. innerhalb von drei bis fünf Jahren könnte der Coup gelingen, dann nämlich wenn Russland auf die vierte Generation der Mobilfunktechnik umsteigt. Dann muss der Staat die Frequenzen erneut verteilen und könnte Sky Link so zu komfortablen Bedingungen verhelfen.



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