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| Das Wasserkraftwerk Sajano-Schuschinskoje ist das größte Wasserkraftwerk in Russland (Foto: Archiv) | |
Mittwoch, 24.02.2010
Putin: Energie für Sibirien, Kritik an Stromversorgern
Abakan. Und es ward Licht: Per Knopfdruck hat Premier Putin eine neue Turbine in dem im Sommer bei einem Unglück schwer beschädigten sibirischen Wasserkraftwerk in Gang gesetzt. An den Stromversorgern gab es Kritik.
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Im Sommer 2009 kam es im Wasserkraftwerk Sajano-Schuschinskoje am Jennissej zu einer Katastrophe. Durch einen technischen Fehler kam es zu einer Überlastung der Turbinen, mehrere Rohrleitungen hielten dem Wasserdruck nicht stand und der Maschinenraum wurde überflutet. Bei dem Unglück kamen 75 Menschen ums Leben.
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Korruption schuld am Unglück Wie sich später herausstellte, war das Unglück durch Korruption ausgelöst worden. Das in den 80er Jahren fertig gestellte Kraftwerk war reparaturbedürftig. Die Wartungsgesellschaft, eine mit der Kraftwerksleitung verflochtene Firma, stellte die entsprechenden Arbeiten in Rechnung, ohne sie allerdings tatsächlich durchzuführen. Die Prüfer sahen großzügig über die Mängel hinweg.
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Insgesamt hat der Kraftwerksausfall die russische Volkswirtschaft rund eine Milliarde Euro gekostet. Ein halbes Jahr hat Sajano-Schuschinskoje keinen Strom geliefert, nun wurde das erste Stromaggregat wieder ans Netz angeschlossen. Es handelt sich dabei um Turbine Nr.6, die am wenigsten bei dem Unglück beschädigt wurde. Eine weitere Turbine soll ebenfalls noch in diesem Quartal in Betrieb genommen werden.
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Volle Kapazität erst 2014 erreicht Bis zum Jahresende ist die Inbetriebnahme von noch zwei Energieblocks geplant. Die volle Kapazität erreicht Sajano-Schuschinskoje allerdings erst 2014 wieder. Mit den ersten zwei Aggregaten erreicht das Kraftwerk immerhin eine Leistung von 1280 MW.
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Putin fordert Tarifsenkung Wladimir Putin, der bei der feierlichen Inbetriebnahme den roten Knopf drücken durfte, erklärte, dass nun die Energiesicherheit Sibiriens gewährleistet sei. Zugleich gab es einen Seitenhieb auf die Stromversorger in der Region: „Die Belastung des Energiesystems sinkt, ich hoffe, dass nun auch die Tarife sinken“, sagte Putin.
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Nach dem Kraftwerksunglück hatte eine ganze Reihe von Stromversorgern die Preise angehoben. Unter anderem hatte sich darüber der kremlnahe Oligarch Oleg Deripaska beschwert, dessen Aluminiumwerke in der Region Krasnojarsk liegen.
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