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Eines der grössten Wasserkraftwerke der Welt: Sajano-Schuschenski-Wasserkraftwerk in Sibirien (Foto: fototerra.ru)
Eines der grössten Wasserkraftwerke der Welt: Sajano-Schuschenski-Wasserkraftwerk in Sibirien (Foto: fototerra.ru)
Montag, 17.08.2009

50 Menschen vermisst, Sintflut in Sibirien blieb aus

Krasnojarsk. Über 50 Menschen werden noch vermisst, die bei dem Wassereinbruch im Maschinensaal des Wasserkraftwerkes am Jenissej waren. Ein Wasserschlag war die Ursache, sagt die Betriebsleitung. Flussabwärts liegt die Millionenstadt Krasnojarsk.


Die Staatsanwaltschaft erklärt, es habe vermutlich bei Reparaturarbeiten an einem Öltransformator heute morgen eine Explosion gegeben, die Wände und Decke in der Maschinenhalle und im Turbinensaal zum Einsturz brachte. Wasser sei daraufhin eingeströmt und habe alles überflutet. Bei der Explosion seien acht Arbeiter getötet und 10 verletzt worden.

Über 60 Menschen waren im Maschinensaal, als plötzlich die Fluten des Jenissej über sie hereinbrachen


Nach Angaben der Betriebsleitung waren zum Zeitpunkt des Unglück über 60 Menschen in den Anlagen. Es habe aber definitiv keine Explosion gegeben, sondern morgens um 4:42 Uhr einen plötzlichen "Wasserschlag", der zwei Zuleitungen zum Wasserkraftwerk zerstört habe.

Um 5:20 sei es schon gelungen, den Wasserzustrom abzusperren. Inzwischen werden die Wassermassen des Jennissej im Leerlauf an dem Sajano-Schuschenski Wasserkraftwerk vorbeigeleitet.

Das Wasserkraftwerk am Oberlauf des Jenissej in Sibirien ist eines der grössten der Welt. Seine elektrische Produktionsleistung beträgt 6,4 GigaWatt.

Stromausfall für Industrie und Wohngebiete in Mittelsibirien - jahrelang?


Das Sajano-Schuschenski Wasserkraftwerk versorgt vier grosse Aluminium-Hütten, Stahlwerke und andere Industriebetriebe im Gebiet von Kemerowo, Nowokusnezk, Tomsk und Krasnojarsk. Gleich nach dem Unfall mussten zwei Alu-Werke stillgelegt und andere Fabriken runtergefahren werden. In Tomsk fiel in Wohngebieten der Strom aus.

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Das Wasserkraftwerk - einer der wichtigsten Stromproduzenten in Sibirien - wird nach Angaben der Betreibergesellschaft RusGidro (RusHydro) mehrere Monate oder sogar Jahre lang wegen der Reparaturarbeiten ausfallen. Drei von 10 Turbinen des Kraftwerkes sind beschädigt.

Dadurch ist die Stromversorgung für ganz Mittelsibirien für lange Zeit gefährdet. Der wirtschaftliche Schaden des Unfalls ist enorm.

Die Sintflut in Sibirien blieb heute aus


Eine Gefahr für Ortschaften am Jenissej habe es aber nicht gegeben, erklärt das russische Katastrophenschutzministerium. Die Millionenstadt Krasnojarsk liegt etwa 400 km weiter flussabwärts.

Woher kommt ein "Wasserschlag"?


Dennoch dürfte es die Anwohner am Jenissej - und auch an den anderen sibirischen Strömen stark interessieren, wie es plötzlich zu einem "Wasserschlag" kommen kann, der eine so mächtige Anlage wie den Sajano-Schuschenski Staudamm schwer beschädigen kann.

Im europäischen Teil Russlands liegt zum Beispiel der riesige Staudamm von Saratow am Unterlauf der Wolga in einer tektonisch riskanten Zone.


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