|
Montag, 02.02.2009
Verstimmung zwischen Russland und Tadschikistan
Moskau. Tadschikistans Präsident Emomali Rachmon hat seinen Moskau-Besuch demonstrativ abgesagt. Die Beziehungen beider Länder stecken in der Krise.
|
|
Anlass des diplomatischen Affronts ist Aussage von Russlands Präsident Dmitri Medwedew: Der hatte bei einem Besuch in Usebkistan kürzlich dem Nachbarland Tadschikistans ein Mitspracherecht beim Bau von Wasserkraftwerken in Tadschikistan eingeräumt.
|
Genauer gesagt, geht es um den Bau eines Wasserkraftwerks. Doch das ist gewaltig: In Rogun wollen Russen und Tadschiken einen 347 Meter hohen Staudamm errichten.
Der könnte einerseits die Stromversorgung im Land gewährleisten - derzeit wird die Hauptstadt Duschanbe nur 15 Stunden am Tag mit Licht versorgt, alle anderen Städte im Land sogar nur 2 - 3 Stunden. Andererseits fürchtet Usbekistan dadurch massive Verluste für die Landwirtschaft.
|
Usbekistan ist vor allem für den Anbau von Baumwolle bekannt. Baumwolle braucht viel Wasser. Dies kommt aus den Bergen von Kirgistan und Tadschikistan und fließt in Amudarja und Syrdarja.
|
Durch die Stauung der Wasservorräte droht Usbekistan eine Dürrekatastrophe. Die Beziehungen zwischen Usbekistan auf der einen Seite und Kirgistan und Tadschikistan auf der anderen Seite sind wegen der Wasser- und Energiefrage schon eine Weile gespannt.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>