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Montag, 30.10.2006

Russland Weltmarktführer beim Waffenexport

Moskau. Russland ist 2005 erstmals Weltmeister beim Export von Rüstungsgütern in Entwicklungsländer geworden. Nach einem Bericht des US-Congresses führte Russland Waffen im Wert von 7,1 Mrd. USD aus.

Damit überholte Russland sowohl Frankreich als auch die USA beim Rüstungsexport in die Dritte Welt. Frankreich erwirtschaftete einer Untersuchung des amerikanischen Congressional Research Service (CRS) zufolge mit Waffenverkäufen in diese Region 6,3 Mrd. USD, die Vereinigten Staaten 6,2 Mrd. USD. Für Moskaus Sprung an die Spitze sind u.a. auch die Verträge mit Teheran und Peking verantwortlich, die Washington nun „Kopfschmerzen“ bereiten.

Waffenlieferungen an Iran und China belasten Verhältnis USA - Russland


Der Iran wurde beispielsweise mit 29 Boden-Luft-Raketen vom Typ SA-15 beliefert. China bekam acht russische Tankflugzeuge des Typs Il-78. Die Gesamtsumme beider Waffenverträge wird auf 700 Mio. USD beziffert.

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Der Bericht legt dar, dass diese Deals eine Gefährdung amerikanischer Militärinteressen bedeuten. Die neuen Tankflugzeuge für China erhöhen die Reichweite der chinesischen Luftwaffe deutlich. Somit könnten Flieger aus dem Reich der Mitte zukünftig zur strategischen Bedrohung für amerikanische Flugzeugträger im Pazifik werden, schlussfolgern die Autoren der Analyse.

Die von Russland gelieferten Boden-Luft-Raketen an den Iran werden als noch problematischer eingeschätzt. „Die Krise um das iranische Atomprogramm ist lange noch nicht entschieden. Wenn Präsident Bush plötzlich morgen den Befehl gibt, iranische Atomobjekte zu bombardieren, wird der Befehl im Pentagon keine Begeisterung auslösen: im Resultat russischer Lieferungen ist die iranische Luftabwehr deutlich stärker geworden. Es kann heute nicht nur niemand die Effektivität von Bombardierungen voraussagen, sondern auch niemand die Stärke des iranischen Gegenschlags einschätzen“, sagte der Ex-CIA-Agent Robert Baer zu dem Thema.

USA verhängen Sanktionen gegen russische Rüstungskonzerne


Die Vereinigten Staaten haben wegen der russischen Waffenlieferungen an den Iran bereits Sanktionen gegen den größten russischen Waffenexporteur „Rosoboronexport“ und den Flugzeughersteller Suchoi (lieferte Jagdflugzeuge MiG-29 und Bomber SU-24 nach Teheran) erhoben. Der Vorwurf lautet, dass beide Firmen dem Iran potenzielle Massenvernichtungswaffen geliefert hätten.

Russische Medien hatten diesen Schritt als Strafe für die offensichtlich auf Konfrontationskurs zu den USA stehende Waffenexportpolitik Russlands gewertet. Weltweit konkurrieren Russland und die USA um neue Absatzmärkte und Einflusssphären – als größter Wachstumsmarkt gelten dabei Dritte-Welt-Staaten. In den letzten Jahren gingen stets etwa Zwei-Drittel der Waffenexporte an Entwicklungsländer.

Russlands Rüstungssektor holt auf im globalen Wettstreit


In der letzten Zeit konnte die russische Rüstungsindustrie dabei einige gewinnträchtige Deals abschließen. So wurden Verträge mit China, Indien, Malaysia, Algerien, Iran und Syrien geschlossen. Zuletzt kaufte der venezolanische Präsident Hugo Chavez russische Waffentechnik im Wert von drei Mrd. USD ein. Nun zeigt auch Argentinien Interesse an russischen Luftabwehrwaffen und Hubschraubern.

Das Geschäft ist zwar noch nicht abgeschlossen und wird nicht in den Dimensionen des Vertrags mit Venezuela liegen, nachdem sich Argentinien gerade mühsam von den Folgen einer Wirtschaftskrise erholt. Doch die argentinische Regierung ließ schon einmal verlauten, dass sie keine US-Sanktionen fürchte im Fall einer Einigung mit Russland. „Der Kauf von Waffen ist das souveräne Recht eines jeden Staates und kann keine Unzufriedenheit bei anderen auslösen“, erklärte die argentinische Außenministerin Nilda Garré kürzlich in Buenos Aires.

Sollte das Geschäft zustande kommen, würde Russland ein weiteres Standbein auf dem einst vollständig von den USA beherrschten Markt Lateinamerikas (die Sowjetunion belieferte lediglich Kuba und Peru) bekommen. In erster Linie spricht wohl der Preis für russische Waffen. Vom Preis her könne nur die Ukraine mit Russland konkurrieren, schreibt die Internetzeitung newsru und verweist auf ein Treffen Garrés mit ihrem ukrainischen Kollegen Anatoli Grizenko in Kiew.

(ab/.rufo)


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