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| Der Einstieg bei der geplanten Pipeline South Stream soll Frankreich die Rettung der russischen Autoindustrie schmackhaft machen (Foto: Archiv/.rufo) | |
Freitag, 27.11.2009
Aktualisiert 27.11.2009 16:16
Tausch: Französische Autos gegen russische Pipelines
Moskau/Paris. Renault rettet die russische Autoindustrie und Moskau bekommt ein Stück von Renault ab. Paris beteiligt sich an den Pipelines South Stream und North Stream. So lautet das Szenario für Putins Besuch in Paris.
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Russen und Franzosen planen einen Megadeal. Während der Visite von Russlands Premier Wladimir Putin in Paris wollen die beiden Länder gleich zwei Absichtserklärungen unterzeichnen, heißt es aus Verhandlungskreisen.
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Erwirbt Renault die Mehrheit an AvtoVaz Demnach verhandeln Moskau und Paris darüber, ob der französische Automobilkonzern Renault seinen Anteil am maroden russischen Autogiganten AvtoVaz von derzeit 25 Prozent (Sperrminorität) auf eine Mehrheitsbeteiligung erhöht.
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Dabei könnte Renault die Anteile von RosTechnologii übernehmen. Im Gegenzug will sich Moskau an Renault beteiligen. Der Marktwert von AvtoVaz liegt mit knapp 600 Mio. Euro deutlich unter dem Wert von Renault (9 Mrd. Euro), d.h. bei einem Aktientausch bekäme Moskau für weitere 25 Prozent an AvtoVaz gerade einmal 1,5 Prozent an Renault.
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Kein Geld bei Renault Das Interesse der Franzosen an AvtoVaz hielt sich zuletzt in engen Grenzen. AvtoVaz ist technologisch rückständig und hochverschuldet, arbeitet ineffizient und hat trotz der Lada-Marktführerschaft in Russland in den ersten neun Monaten einen Verlust von knapp 500 Mio. Euro eingefahren. Warum also sollte Renault darauf erpicht sein, seinen Anteil an dem Krisenunternehmen zu erhöhen?
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Zum einen gäbe die Mehrheit an AvtoVaz Renault die Möglichkeit, den Konzern tatsächlich aktiv zu managen. Zudem müssten die Franzosen dank des Aktientausches kein Geld für die Aufstockung ihres Anteils ausgeben; Technologien und Maschinen sind gefordert.
Öl und Gas als Dankeschön für Rettung des Autoriesen Viel wichtiger aber: An Renault ist auch der französische Staat als Aktionär (und größter Gläubiger) beteiligt. Putin lockt Paris nun mit einer Beteiligung an russischen Energieprojekten. Besonders interessant ist für die Franzosen ein Einstieg bei South Stream.
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Bei dem ambitionierten russischen Konkurrenzprojekt zur Nabucco-Pipeline soll der französische Energieversorger EdF (Electricite de France) einsteigen. Bisher sind an dem Projekt nur Gazprom und der italienische Energieversorger Eni beteiligt.
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Franzosen wollen bei South Stream und North Stream einsteigen Allerdings konnte Russland zuletzt das Projekt deutlich pushen. Mit praktisch allen beteiligten Transitländern wurden Vorverträge über die Genehmigung der Leitung abgeschlossen. Damit ist South Stream der von der EU favorisierten Trasse Nabucco um ein deutliches Stück voraus.
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Die Beteiligung von EdF an dem Projekt würde dessen Realisierung noch wahrscheinlicher machen. Die Franzosen könnten mit dieser Beteiligung eigene Energie-Engpässe überbrücken.
Ein Einstieg von GdF Suez bei der Ostseepipeline ist ebenfalls geplant.
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