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Raul Chadschinba (Foto: www.newsru.com)
Raul Chadschinba (Foto: www.newsru.com)
Montag, 04.10.2004

Abchasen wählen neuen Präsidenten

Moskau. In der von Georgien abgespaltenen Teilrepublik Abchasien hat sich bei Präsidentschaftswahlen am Sonntag offenbar der bisherige Premierminister Raul Chadschinba gegen vier Mitbewerber durchsetzen können. Umfragen am Wahltag ergaben, dass 61 Prozent der abchasischen Wähler für Chadschinba stimmten. Offizielle Ergebnisse aus der Region gibt es noch nicht.

Chadschinbas schärfster Konkurrent Sergej Bagapasch, Chef des abchasischen Energie-Versorgungsunternehmens, landete den Umfrageergebnissen zufolge bei 22 Prozent der Stimmen. Eine Stichwahl wäre damit nicht mehr nötig. Der gesundheitlich angeschlagene Amtsinhaber Wladimir Artsinba kandidierte nicht mehr und schickte, der Premierminister war sein Wunschnachfolger.

Abchasien hatte sich Anfang der 1990-er Jahre nach einem blutigen Bürgerkrieg von der Zentralregierung in Tiflis abgespalten, wird jedoch bisher von keinem Land der Erde anerkannt. Lediglich Beobachter aus den ebenfalls von niemandem anerkannten Separatisten-Republiken Berg-Karabach, Südossetien und Transdnistrien überwachten daher den Wahlgang.

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• Südossetien: Feuerpause am Kaukasus (20.08.2004)
• Georgien: Saakaschwili will Touristen versenken (04.08.2004)
• Ossetien: Hoffen auf St. Georg (13.09.2004)
• Der gerechte Krieg in Georgien (13.07.2004)
• Südossetien will Unabhängigkeit von Georgien (08.06.2004)
Die georgische Regierung hatte bereits im Vorab angekündigt, sie werde die Wahlen nicht anerkennen. Staatschef Michail Saakaschwili hatte es sich bei seinem Machtantritt zum Ziel gesetzt, die beiden abgespaltenen Regionen Abchasien und Süd-Ossetien wieder in den Staatsverband zurückzuholen.

Die meisten abchasischen Bürger besitzen inzwischen auch russische Pässe, die Separatistenführer liebäugeln mit einem Anschluss an Russland. Die russische Regierung betont bislang offiziell, sie wolle die territoriale Einheit Georgiens, unterstützt aber gleichzeitig Abchasen und Osseten. Mit dem wahrscheinlichen Wahlsieger Chadschinba haben die Georgier keinen einfacheren Verhandlungspartner. “Das Volk Abchasiens hat seine Wahl bereits getroffen”, erklärte der Politiker, “wir planen nicht, über den Status unserer Republik zu verhandeln.”

(kp/.rufo)


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