 |
|
| Das Böse ist immer und überall. Die Korruption blüht auf allen Ebenen in Russland, auch bei der Verkehrspolizei (Foto: Djatschkow/.rufo) | |
Freitag, 14.09.2007
Putins neuer „Besen“ will Korruption ausmisten
André Ballin, Moskau. Neue Besen kehren gut, sagt ein altes Sprichwort. Unter diesem Motto will auch Russlands neuer Premierminister Subkow gründlich ausmisten. Ziel ist die Beseitigung der überbordenden Korruption.
|
|
„Unprofessionalität und Korruption können Russland zugrunde richten“, warnte Viktor Subkow bei seiner Regierungsansprache. Recht hat er. Neu ist diese Erkenntnis allerdings nicht. Schon unter Präsident Boris Jelzin blühte das Korruptionssystem in Russland und war allseits bekannt.
|
Korruption wächst beständig
|
Unter Putin hat dieses Phänomen – trotz seines eigenen Saubermann-Images – noch zugenommen. Die Bürgerkammer kam Anfang des Jahres zu dem Schluss, dass die Korruption seit zehn Jahren anwächst und inzwischen ein Ausmaß angenommen hat, dass die nationale Sicherheit Russlands bedroht. Außer groß angelegten PR-Aktionen haben die Behörden bislang im Kampf gegen die Korruption nichts unternommen – wer will sich auch schon ins eigene Fleisch schneiden?
|
Mit Subkow ist jetzt freilich ein Mann an der Regierung, der sich in der Vergangenheit durch seinen rigorosen Kampf gegen Geldwäsche einen Namen gemacht hat. Sein Vorschlag, die persönliche Verantwortung der Beamten für ihr Handeln zu vergrößern, geht daher sicher in die richtige Richtung.
|
Allerdings kann der Weg nur erfolgreich sein, wenn er konsequent beschritten wird und dabei auch keinen Bogen um hohe Kremlbeamte schlägt. Sollte sich Subkow tatsächlich die Überwindung der Korruption zum Ziel gesetzt haben, so kann man dem neuen Premier nur Erfolg wünschen. Es wird ein Hindernislauf.
(ab/.rufo/Moskau)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>